„Superdeep“ – Film-Kritik – Seit Jahren schwappen etliche gute Streifen zu uns herüber. Aber nicht aus dem alt-ehrwürdigen Hollywood, sondern aus russischen Gefilden. So wie „Superdeep“, eine Fusion aus Mystery-, Creature- und Science-Fiction-Horror. Was den Plot betrifft, so gibt es sicherlich etliche Passagen, die man aus dem Genre kennt.

Allerdings interpretiert „Superdeep“ einiges auf ganz eigene Art und Weise, was den Film wiederum sehr interessant macht. Es geht im Film um das geschichtsträchtige Bohrloch auf der Halbinsel Kola, das 1992 von russischen Forschern gegraben wurde. Das Loch besitzt eine Tiefe von zwölf Kilometern – weiter sind Menschen nie zuvor in unsere Erde vorgedrungen.

Ab ins Bohrloch

Und genau dort lässt „Superdeep“ den Horror los. Denn aus den Tiefen des Bohrlochs erklingen Schreie und verzweifelte Stimmen. Daraufhin wollen die Behörden das Loch schnell wieder schließen lassen. Doch die Wissenschaftlerin Anna wagt sich gemeinsam mit einem kleinen Forscherteam noch ein letztes Mal in den Abgrund, um dem Ursprung der Vorkommnisse auf den Grund zu gehen.
 
„Superdeep“ kommt hier mit einem relativ frischen Thema um die Ecke, das den Horror mit coolen Effekten und reichlich Spannung in die Wohnzimmer treibt. Dabei gibt es immer mal wieder zünftige Action-Sequenzen, aber generell geht es hier etwas ruhiger zu, da man mehr auf atmosphärischen Grusel mit einigen Schockeffekten setzt.

Kein schlimmes CGI-Gewitter

Filmfans, die Streifen wie „Underwater“ oder Klassiker wie „Der Blob“, „Alien“ und noch mehr John Carpenters „The Thing“ lieben, werden mit „Superdeep“ jede Menge Spaß haben. Auch, weil die russische Produktion auf viel Liebe zum Detail setzt und dafür auch beispielsweise handgemachte Special Effects einsetzt.

Ein schlimmes CGI-Gewitter muss man hier also nicht befürchten. Auch ein Punkt, der den Streifen qualitativ noch mal eine Etage nach oben befördert. Zum Schluss bleibt nur zu sagen, dass „Superdeep“ coolen SciFi-Horror ins Heimkino bringt, der euch bestens unterhalten, aber auch herrlich gruseln wird.

Superdeep (Koch Media) – VÖ: 24. Jun. 21