Wenn dieses Kinozeitalter, diese Dekade, mangels absoluter Hit-Trilogien wie ‘Herr der Ringe‘ oder ‘Star Wars‘ überhaupt für irgendetwas in die Geschichte eingeht, dann als das Zeitalter, in dem der Superheldenfilm jeden anderen Mythos verdrängt hat. Fast kein Vierteljahr, in dem nicht irgendwelche Rächer im Cape, maskierte Vigilanten oder kostümierte Mutanten über die Leinwand turnen. Erfrischend, wenn da mal jemand einen Film macht, der zwar mit dem Superheldengenre spielt und kokettiert, aber die Schurken in den Mittelpunkt rückt.

Dieser jemand ist David Ayer (‘Herz aus Stahl‘) und sein Film ist ‘Suicide Squad‘. Der hält am 18. August 2016 Einzug in den deutschen Kinos und zeigt Helden der ganz anderen Sorte. Die Formel könnte aufgehen, stehen hier immerhin nicht strahlende Supermänner, sondern einige der übelsten Schurken des DC-Universums im Fokus. Noch dazu ist das Ganze mit einem schönen Mix aus A-Listen-Schauspielern wie Jared Leto als Joker oder Will Smith als Deadshot, aber auch vergleichsweise neuen Gesichtern wie etwa Margot Robbie besetzt. Ayer ist ein versierter Actionfilmregisseur, der dem DC-Filmuniversum mit ‘Suicide Squad‘ endlich helfen könnte, mit der Popularität von Marvels Cinematic Universe gleichzuziehen.

Auch die Geschichte liest sich erfrischend: Um ein unbesiegbares Wesen zu vernichten, das die gesamten USA bedroht, verfolgt Geheimagentin Amanda Waller einen ziemlich verwegenen Plan: Feuer mit Feuer bekämpfen. Also lässt sie die übelsten Schurken wie Joker, Deadshot oder Killer Croc (um nur einige zu nennen) aus dem Knast holen, stattet sie mit schwerer Feuerkraft aus und hetzt sie gegen die Bedrohung. Der Suicide Squad (zu dt.: Himmelfahrtskommando) wird erzählt, sie sei die einzige Truppe, die Erfolg haben könnte – doch in Wahrheit geht es den Politikern hinter der Aktion darum, der Öffentlichkeit Sündenböcke präsentieren zu können, wenn alles in die Hose geht. Als die Superverbrecher das erkennen, müssen Sie eine Entscheidung treffen …