„Stifler’s Mom“ aus „American Pie“: Rolle brachte Jennifer Coolidge 200 Sexpartner ein – Der Name Jennifer Coolidge mag hierzulande beileibe nicht jedem etwas sagen, wenn man nicht gerade ausgewiesener Hollywood-Fan ist. Erwähnt man dann jedoch eine ihrer Rollen, namentlich „Stifler’s Mom“, werden wohl die meisten hellhörig, die in den 90er Jahren die „American Pie“-Streifen geliebt haben. Schließlich begründeten Coolidges Rolle und die Filme der Reihe den Begriff der „MILF“. Coolidge ist dabei selbst kein Kind von Traurigkeit gewesen.

Denn nach eigenen Aussagen brachte ihr die Rolle von „Stifler’s Mom“ nicht nur einiges an Starruhm und eine gut dotierte Schauspielkarriere ein – sondern auch mehrere hundert Sexpartner. Im Gespräch mit „Variety“ sagte Jennifer Coolidge: „Ich bekam viele Rollen als MILF und eine Menge sexuelle Erlebnisse durch American Pie. Dieser Film bot so viele Vorzüge. Ich meine, es gibt ungefähr 200 Leute, mit denen ich nie geschlafen hätte.“

Bereits vor „American Pie“ war Coolidge schauspielerisch unterwegs – doch erst die legendäre Komödie von 1999 über Jugendliche auf der Suche nach der verlorenen Jungfräulichkeit katapultierte ihre Karriere nach vorn. Einer der Charaktere, Prolet Stifler, musste miterleben, wie seine sexhungrigen Mitschüler konstant von seiner Mutter Jeanine Stifler schwärmten, „Stifler’s Mom“ stand im Mittelpunkt schlüpfriger Träume. Am Ende landete sie tatsächlich mit einem seiner Kumpels, Finch, in der Kiste. Mehrfach.

Insgesamt viermal stand Coolidge für „American Pie“, „American Pie 2“, „American Wedding“ und „American Reunion“ in der Rolle vor der Kamera. Doch nach eigenen Aussagen hatte sie damit auch einen „Typecast“ weg, wurde nur noch als „MILF“ besetzt. Entsprechend schwer war es für sie, andere, ernsthaftere Rollen zu finden. So erklärte Jennifer Coolidge im Interview mit „Variety“:

„Das Traurigste am Leben ist, dass man ausschließlich Entscheidungen über sich selbst trifft. Wenn ich keine großen Rollen erhalte, komme ich zu dem Schluss, dass die Leute denken, ich sei dazu nicht fähig. Und dann entscheide ich am Ende, dass ich tatsächlich nicht dazu in der Lage bin. Man braucht eigentlich einen ['White Lotus-Regisseur'] wie Mike White, der kommt und sagt: 'Ich glaube, du kannst das schaffen.'“

In der HBO-Serie „White Lotus“ verkörpert sie Tanya McQuoid, eine Figur, die ihr eine Emmy-Nominierung eingebracht hat. Sie schloss: „Eine Sache habe ich in meinem Leben wirklich richtig gemacht: Ich habe mir tolle Freunde ausgesucht. Wenn Mike nie erfolgreich gewesen wäre und wir 'White Lotus' nur als Stück in einem kleinen Theater für 10 Dollar auf die Bühne gebracht hätten, wäre es immer noch eine der großartigsten Sachen, die mir je widerfahren sind. Denn es war ein Killer-Job, den mir sonst niemand zugetraut hat.“

Quelle: ladbible.com