Alle paar Jahre tauchen sie auf, Horrorfilme, die komplett aus der Art schlagen. Filme, die den Zuschauer bis ins Mark treffen und ziemlich heftig ins Gesicht schlagen. Dazu zählt auch der Kannibalen-Horror ‚Raw’, der für ordentlich Verstörung, Kotzerei und Wirbel gesorgt hatte. Fans warten seit den ersten Berichten um den französischen blutigen Schocker bereits sehnsüchtig auf den Deutschen Termin. Dieser steht jetzt fest, und zwar wird ‚Raw’ im Rahmen des Fantasy Filmfests vom 6. September bis zum 1. Oktober 2017 hierzulande in die Kinos laufen. Wenig später, ab dem 26. Oktober 2017, gibt es den viel diskutierten Streifen dann auch auf DVD und Blu-ray zu kaufen.

Dieser Film hatte im letzten Jahr auf dem Filmfest in Toronto dafür gesorgt, dass ein geschocktes Publikum zurückblieb. Mehr noch, Berichten zufolge reichten die Reaktionen von Ohnmachtsanfällen bis hin zum fröhlichen Übergeben beim Anblick der Szenen von ‚Raw’. Sogar der Notarzt musste anrücken, um Zuschauer medizinisch zu versorgen. Auch auf der Weltpremiere bei den Filmfestspielen von Cannes gab es am Ende verstörte Zuschauer.

Doch ganz verwunderlich ist das nicht, denn der Streifen hat sich keine Grenzen gesetzt und so gibt es reichlich blutige Szenen von Hautabziehen bis hin zum kannibalischen Ausweiden. Der preisgekrönte Kannibalen-Horror handelt von Justine. Die wächst in einer Familie voller Vegetarier auf. Doch als sie das erste Mal ein Stück Fleisch probiert, entwickelt die frisch an einer veterinärmedizinischen Hochschule angekommene 16-Jährige einen unkontrollierbaren Hunger. Schnell tauscht sie ihren Vegetarismus gegen explizit veranschaulichten Kannibalismus ein. Ein Plot, der so freaky wie genial ist – für einen saftigen Horror-Happen. ‚Raw’ ist daher nichts für Menschen mit schwachen Mägen.

Jeder Fan von derartigen Horrorstreifen dürfte sicherlich Feuer und Flamme sein, dieses abgefahrene Kannibalen-Gericht zu verköstigen. Das Witzige ist jedoch, dass ‚Raw’ nach all dem, was passiert ist, in den Kinos und auch in Anbetracht der Handlung und der blutigen Szenen hierzulande tatsächlich bereits ab 16 Jahren freigegeben ist. Das verwundert ohne Frage, weshalb wir letztendlich wohl erst im Kino erfahren werden, wie schlimm oder brutal der Streifen tatsächlich ist!