Die gefeierte Vorgeschichte zum Sci-Fi-Klassiker von 1968 von Regisseur Rupert Wyatt, „Planet der Affen: Revolution“, schlug nicht nur unter Fans ein wie eine Bombe. An diesen Erfolg würde das Sequel „Planet der Affen: Revolution“ mitsamt Andy Serkis als charismatischer Affenanführer Caesar natürlich nur allzu gern anknüpfen. Regisseur Matt Reeves („Cloverfield“) hat dabei alle Strippen gezogen, um dies zu ermöglichen. Herausgekommen ist ein Streifen, der Action, Drama, Überlebenskampf und jede Menge postapokalyptisches Flair vereint. Ob dabei auch Hochspannung aufkommt und die Affen die Welt rocken, verraten wir euch in den folgenden Zeilen unserer Kinokritik.

Darum geht’s:

Der vor zehn Jahren freigesetzte Virus hat den größten Teil der Menschheit ausgerottet und die wenigen Überlebenden hausen in städtischen Ruinen, die von ihrer einstigen Zivilisation übrig geblieben sind. Während einer Expedition in den Wald trifft eine Gruppe um Malcolm (Jason Clarke)  auf ein intelligentes Volk der Affen, das dort unter der Führung von Caesar (Andy Serkis) lebt. Malcolm und Ellie (Keri Russell) erkennen, dass diese wie auch die Menschen nur verteidigen wollen, was ihnen wichtig ist: ihre Heimat, ihre Familien und ihre Freiheit. Gemeinsam plädieren sie für gegenseitiges Verständnis und erwirken ein Friedensabkommen, welches jedoch von kurzer Dauer ist. Für Dreyfus (Gary Oldman) sind die Affen schuld am Virus und damit die erklärten Feinde. Er findet zahlreiche Anhänger, die vor Gewalt nicht zurückschrecken. Ein letzter Zusammenstoß scheint unausweichlich – es kommt zum Kampf, der die Vorherrschaft über die Erde endgültig entscheiden soll.

Das ist gut:

Die Affen sind die Stars des Films und da hat Regisseur Matt Reeves brillante Arbeit geleistet. Sicher ist die „Menschenfraktion“ mit Jason Clarke, Gary Oldman oder Keri Russell top besetzt, aber Andy Serkis stiehlt als Oberaffe Caesar allen die Show mit seiner beeindruckenden Leistung. Hier wird jeder Mensch zum Affenfan und das ist grandios. Ansonsten gibt es neben dramatischen Szenen mit einigen emotionalen Einschnitten reichlich Action. Das alles vermengt, macht diesen Streifen zu einem tollen Gesamtwerk. Was zudem gefällt: Sowohl die Themen um Mitgefühl, den Zwist zwischen Gewalt und Vernunft als auch das Kernmotiv, das Miteinander von Affe und Mensch, überaus gelungen vermittelt werden.

Das ist schlecht:

Wirklich viel Kritik kann man an diesem Streifen nicht üben, schon gar nicht als Fan der „Planet der Affen“-Reihe. Sicher ist die Story etwas vorhersehbar, was aber auch an der Bekanntheit des Inhalts der Klassiker beruht. Außerdem hätte man noch mehr in die Tiefe gehen können, was das Mensch-Affen-Problem angeht. Wobei es auf der anderen Seite dadurch wohl zu einigen Längen gekommen wäre. Von daher geht das schon in Ordnung, so wie der Plot inszeniert wurde.

„Planet der Affen: Revolution“ überzeugt auf ganzer Linie und fügt sich nahtlos an den Vorgänger. „Einfach ein affengeiles 3D-Spektakel!“, will man da rufen – zumal die Dosis von Action und Drama perfekt bemessen ist. Es gibt keine Längen, sondern Hochspannung deluxe und das bis zu den Schlussminuten innerhalb eines tollen Finales. Und dass die ganze Affenbande hier absolut im Fokus steht und jedem Menschen die Show stiehlt, macht das Ganze noch spektakulärer. Ein bockstarker Blockbuster, der gebührend die Faszination für den „Planet der Affen“ aufs Neue entfacht. So schnürt euren Ranzen für den Affenritt im Kino, denn die Affen sind los im Kampf um die Vorherrschaft der Erde! Eine satte Eins mit Sternchen und Sahne obendrauf!