In der vergangenen Nacht wurden zum 86. Mal die Academy Awards verliehen. Bei der in diesem Jahr eher nüchternen Veranstaltung um die höchsten Auszeichnungen der Filmwelt, standen drei Filme im Rampenlicht der Oscars.

Als erstes das Weltraumdrama „Gravity“, dass in allen technischen Kategorien komplett abräumte sowie den Goldjungen für die beste Regie (Alfonso Cuarón) bekam. Insgesamt war es eh ein Jahr, wo die Qualität guter Filme und Darsteller so extrem gebündelt aufeinandertrafen. Daher waren auch die Verlierer irgendwie Gewinner.

Der Oscar für den besten Film des Jahres ging an „12 Years a Slave“. Die Männer des Filmjahres waren hingegen Matthew McConaughey, der für seine Rolle eines Aids-Kranken in  „Dallas Buyers Club“ als bester männlicher Hauptdarsteller ausgezeichnet wurde als auch Jared Leto, als bester Nebendarsteller im selben Film. Leto fand übrigens als einziger Worte zur prekären Lage in Venezuela und der Ukraine.

Davon weg holten sich unter den Hollyword-Damen Cate Blanchett (Blue Jasmine) als beste Hauptdarstellerin und Lupita Nyong'o (12 Years a Slave) als beste weibliche Nebendarstellerin den goldenen Jungen nach Hause. Die großen Verlierer waren in diesem Jahr die abgedrehte Gaunergeschichte „American Hustle“ (zehn Nominierungen) als auch Martin Scorseses Werk „The Wolf of Wall Street“ (fünf Nominierungen) und das, obwohl beide Streifen im Vorfeld etliche Filmpreise kassierten, aber bei den Oscars komplett leer ausgingen.

Neben dem peinlichen Patzer von John Travolta, der die berühmte Broadway-Sängerin Idina Menzel mit falschen Namen ankündigte, gab es neben Live-Pizza, einigen Selfies und Twitterei nicht viel Spektakuläres. Der traurigste Moment der Verleihung war sicherlich die Sequenz, als an die verstorbenen Hollywood-Stars wie James Gandolfini (Sopranos), Paul Walker (Fast and Furious) und den kürzlich verstorbenen Ausnahmeschauspieler Philip Seymour Hoffman (Capote) gedacht wurden.

Alle weiteren Kategorien & Gewinner:

  • Bester Song: "Let It Go“ ("Die Eiskönigin – Völlig unverfroren“)
  • Bestes Originaldrehbuch: Spike Jonze ("Her“)
  • Bestes adaptiertes Drehbuch: John Ridley ("12 Years a Slave“)
  • Bester Animationsfilm: "Die Eiskönigin – Völlig unverfroren“
  • Bestes Kostüm: "Der Große Gatsby“
  • Beste Maske: „Dallas Buyers Club“
  • Bester Soundtrack: "Gravity“
  • Bester Animationskurzfilm: "Mr. Hublot“
  • Bester Dokumentarfilm: "20 Feet from Stardom“
  • Bester fremdsprachiger Film: "La Grande Bellezza – Die große Schönheit“ (Italien)
  • Bester Kurzdokumentarfilm: "The Lady Number 6: Music Saved My Life“
  • Bester Realkurzfilm: "Helium"
  • Bester Ton: "Gravity"
  • Bester Tonschnitt: "Gravity"
  • Beste Visualeffekte: "Gravity"
  • Beste Kamera: "Gravity"
  • Bester Schnitt: "Gravity"
  • Bestes Produktionsdesign: "Der Große Gatsby"

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