Der Streaming-Markt ist heiß umkämpft. Das wissen auch die Verantwortlichen bei Netflix, spätestens seit die stagnierenden Wachstumszahlen im zweiten Quartal dieses Jahres nichts Gutes verhießen. Mittlerweile steigen die Nutzerzahlen zwar wieder an, doch die über 130 Millionen Kunden sind Gründer und Chef Reed Hastings nicht genug. Neue Strategien müssen her, und eine davon könnte sein, die Preise zu senken, anstatt wie bisher immer mehr Geld zu verlangen, um höhere Qualität zu erkaufen.

Wie Hastings gegenüber dem Finanzdienst Bloomberg äußerte, soll zukünftig eine Billig-Version des Streaming-Dienstes neue Kunden anlocken. Immerhin gilt Netflix in einigen asiatischen Ländern als teurer Luxus. Nähere Details sind zwar noch nicht bekannt, Experten gehen aber davon aus, dass das Spar-Paket eben diese Länder ins Visier nimmt, um auch Schwellenmärkten mit niedrigeren Pro-Kopf-Einkommen Kunden abzuringen.

Es gehe also nicht darum, die Preise der bisherigen Pakete zu senken, sondern um eine weitere kostengünstigere Variante mit reduziertem Angebot. Das wirft natürlich die Frage auf, inwieweit sich das derzeit günstigste Basis-Modell in SD-Auflösung und mit nur einem erlaubten Gerät noch downgraden lässt. Denkbar wäre eine begrenzte Nutzungsdauer, aber das ist ebenso ungewiss wie der Starttermin und die Antwort auf die Frage, ob das Sparflammen-Netflix auch in Deutschland angeboten werden soll.

Quelle: bild.de