Seit dem 01. August sind die fünf Berliner mit ihrer neuen selbstbetitelten Platte "Beatsteaks" wieder in der musikalischen Landschaft aufgeschlagen. Ihre siebtes Studioalbum nach drei Jahren des Rarmachens beinhaltet elf authentische Beatsteaks-Tracks. Im Vorlauf der Veröffentlichung wurden die Singles „DANN“ und „Gentleman of the Year“ vom neuen Album bereits den Fans präsentiert. Der gesamte Dreher ist wie der Vorgänger „Boombox“ ein außerordentlich kreatives Werk geworden, das aber immer weiter vom Sound ihrer Anfangsplatten wie „Launched“, „Living Targets“ oder „Smack Smash“ entfernt ist.

Sie finden von Album zu Album immer mehr ihren ganz eigenen Sound, obwohl das Quintett um Frontsau Arnim Teutoburg-Weiß dabei nie den typischen Beatsteaks-Charakter verliert. Ein überaus frischer und sehr homogener Klang, zusammengefasst auf rund dreißig Minuten. Das Wilde an der Platte ist definitiv der verstärkte Mix aus Genres wie Punk, Rock, Ska, Reggae, New Wave und Pop. Das klingt im ersten Moment etwas abgefahren, ist aber insgesamt eine coole Fusion.

Diese Mischung macht ihren Sound vor allem vielfältiger als je zuvor. Wer durchweg rotzig-fetzigen Punkrock erwartet, wird allerdings nicht ganz auf seine Kosten kommen. Zudem gibt es keinen großen Megahit auf dem Silberling. Das ist jedoch zu verschmerzen, da die Gesamtheit der Tracks die Faszination um die Beatsteaks erneut aufheizt. Sie brechen damit einfach alle Grenzen auf – und das so organisch, dass Fans auch diese Scheibe feiern werden.

Es gibt typischen, punkigen Garagenrock mit „A Real Paradise“. An The Clash erinnert hingegen „Be Smart And Breathe“. Ein wenig nach den Queens of the Stone Age klingt „Up on the Roof“. Poppig und catchy tönen Lieder wie „Pass The Message“, „Gentleman of the Year“ und „Make A Wish“, das wirklich Ohrwurm-Charakter besitzt. Wer die beiden Vorgänger mochte, wird schlussendlich auch mit dem neuen Werk seine Freude haben. Erfrischend und total unbeschwert rocken die Beatsteaks wieder – und das mit jeder Menge Spaß an der Musik, die wirklich ansteckend ist. Also beide Daumen nach oben für den Fünfer aus Berlin. Es ist wieder Beatsteaks-Time! Unser Musiktipp der Woche!

Tracklist:
1. A Real Paradise // 2. DNA // 3. Be Smart And Breathe // 4. Make A Wish // 5. Everything Went Black // 6. Up On The Roof // 7. Pass The Message // 8. Gentleman Of The Year // 9. Wicked Witch // 10. Creep Magnet // 11. I Never Was