Gehört ihr zu den Männern, die auch am übelsten Trash-Machwerk noch Freude haben? Fiebert ihr dem Wochenende entgegen, um zusammen mit Rütten und Kalkofe bei „Schlefaz“ jeden noch so miesen Käse zu verschlingen, so schlecht, dass er schon wieder gut ist? Seid ihr traurig, weil die Videothek eures Vertrauens in den letzten Zügen liegt und ihr nicht wisst, wie ihr an die DVDs von ‘Der Goldene Nazivampir von Absam 2’ oder ‘Das Todesschwert der Ninja’ kommt? Seid unbesorgt: Ihr müsst nicht an euch zweifeln, wenn eure Umgebung euch mit eurer Geschmacksverirrung aufzieht – laut einer aktuellen Studie seid ihr nämlich kluge Leute.

Lasst die anderen also reden und den Kopf über euch schütteln – wenn ihr der Überzeugung seid, dass es sich bei Trash keinesfalls um Müll handelt, nur weil der englische Wortstamm dies nahelegt, liegt ihr nämlich goldrichtig. Andererseits: Wenn die Studie recht hat, ist euch eh egal, was andere über euch denken.

Kulturelle Allesfresser
Die Untersuchung wurde im Kulturmagazin „Poetics“ veröffentlicht und hört auf den Titel (Achtung, Luftholen!): „Trash-Filme genießen: Zugrundeliegende Merkmale, Betrachtungsweisen und experimentelle Resonanz-Dimensionen“. Die Studie attestiert, dass es sich bei Trash-Fans in der Regel um kluge Leute handelt, die „überdurchschnittlich gebildet“ seien.

So heißt es in der Studie: „Diese Zuschauer haben Interesse an einem breiten Spektrum von Kunst und Medien auch jenseits der traditionellen Grenzen ... Man könnte sie auch als kulturelle Allesfresser von Hoch- und Popkultur bezeichnen. […] Für solche Zuschauer sind Trash-Filme eine interessante und willkommene Abweichung von der Mainstream-Kost.“

Wenn dem so ist: Guten Appetit!