„Minari“ – Film-Kritik – Willkommen zu einer weiteren Filmperle jenseits von Thrill, Horror und Action. Dieses Mal stellen wir euch „Minari“ von Regisseur Lee Isaac Chung vor, der eine spannende aber auch sehr berührende Familiengeschichte erzählt. Eine Geschichte über das Leben von amerikanischen Einwanderern, vollgepackt mit reichlich Drama, Tragik aber auch humorvollen Momenten.

„Minari“ zeigt die Familie von Jacob, die ein neues Leben auf einer kleinen Farm in Arkansas beginnen wollen. Seine Frau Monica und die beiden Kinder David und Anne fühlen sich jedoch fremd in ihrer neuen Heimat. Als ihre schlagfertige Großmutter Soon-ja aus Korea zu ihnen zieht, gelingt es dieser zusammen mit ihrem lebhaften Enkelsohn David auf unkonventionelle Art und Weise, der gesamten Familie den Weg in eine hoffnungsvolle Zukunft zu ebnen.

Inszeniert mit viel Fingerspitzengefühl

„Minari“ schafft es, eine ganz eigene Atmosphäre zu erschaffen, die den Blick nicht mehr vom Geschehen wenden lässt. Dies inszeniert mit viel Fingerspitzengefühl, während man all die Höhen und Tiefen und all die Probleme sowie Hindernisse der Einwanderfamilie bei ihrem Versuch zeigt, in den USA Fuß zu fassen, dem „Land der unbegrenzten Möglichkeiten“.

Wohlgemerkt mit all ihren Traditionen und Verhaltensweisen, die so anders sind als jene der Durchschnittsamerikaner. Natürlich muss man wissen, womit man es bei diesem Film zu tun hat. Aber Genrefans werden sich schnell fesseln lassen. Insbesondere auch vom tollen Cast, allen voran Steven Yeun, „The Walking Dead“-Fans bestens bekannt in der Rolle des Glenn.  

„Minari“ ist alles in allem ein sehr berührendes, aber auch in Teilen witziges Familiendrama, das seinen ganz eigenen Spannungsbogen spinnt und das Herz des Zuschauers erreicht.

Weit mehr als ein Geheimtipp!

Minari - Wo wir Wurzeln schlagen (Prokino Home Entertainment) – VÖ: 11. Nov. 21