„Last Night in Soho“ – Film-Kritik – Willkommen Cineasten zu einem dieser ganz besonderen Filme. Denn „Last Night in Soho” von Regisseur Edgar Wright bringt eine sehr kreative und frische Mischung aus Horrorfilm sowie Psycho-Thriller ins Heimkino. Hier stehen die gut behütete Eloise und die geheimnisvolle Sandy im Mittelpunkt des Films, die beide ihr Glück in London suchen.

Beide allerdings in unterschiedlichen Zeiträumen. Während die eine im Jahr 2019 als Modedesignerin tätig ist, versucht sich die andere in den Swinging Sixties als Sängerin. Allerdings gibt es hinweg über Raum und Zeit zwischen beiden eine mysteriöse Verbindung. Als Eloise vom Land nach London zieht, läuft es alles andere als erträumt, doch ihre Verbindung zu Sandy bietet ihr den ersehnten Glamour.

Zwischen Traum und Realität

Aber was sind die Absichten des attraktiven, jedoch undurchsichtigen Mannes an Sandys Seite? Als ein Mord geschieht, wird aus dem wahr gewordenen Traum ein Albtraum, aus dem es kein Entkommen zu geben scheint. Was auf dem Papier gegebenenfalls etwas verwirrend erscheint, setzt sich auf der Leinwand perfekt zusammen und generiert ein sehr spannendes, teilweise unheimliches Schauspiel, in dem Traum und Realität verschwimmen.

Dabei zielt Regisseur Edgar Wright auf seine ganz eigene Art und Weise auf die Romantisierung der Vergangenheit aber eben auch auf  die dunkle Seite des Showbusiness. Mittendrin glänzen Thomasin McKenzie, Anya Taylor-Joy sowie Matt Smith, Terence Stamp und Diana Rigg in einem gänzlich perfekt besetzten Cast. Darüber hinaus erschafft Edgar Wright in seinem Film eine überaus beeindruckende Ästhetik, die „Last Night in Soho“ noch weiter von der Masse abhebt.

Außergewöhnliches Psycho-Thrill-Erlebnis

Seine visuelle Umsetzung ist grandios, gepaart mit dem tollen Score aber auch einer besonders prägenden Kameraführung. Alles zusammengesetzt mit der fesselnden, mysteriösen Story, erschafft einen überaus intensiven Streifen, der packende Unterhaltung liefert. Auch wenn es hier und da ein paar Ecken und Kanten bezüglich des Storytellings gibt, so bietet „Last Night in Soho“ am Ende ein außergewöhnliches Psycho-Thrill-Erlebnis mit perfekt pointiertem Horror sowie imposanten Bild- und Traumwelten. Stark!

Last Night in Soho (Universal Pictures) – VÖ: 27. Jan. 22