Wir müssen uns da gar nichts vormachen, für unsere Unterhaltung geht Hollywood durchaus über Leichen, zumindest bildlich gesprochen. Und jeder, der auch nur einmal von Kinderstars gehört hat, weiß, die Liste derer, die nach ihrer Karriere abgestürzt sind, ist lang – und die wenigsten sind später als Erwachsene erfolgreiche Schauspieler.

Das dieser Tage prominenteste Beispiel dürfte wohl Jake Lloyd sein – wer, fragt ihr? Nun, ihr kennt den guten Mann unter dem Namen Anakin Skywalker. Der 26-Jährige war das Kind aus 'Star Wars Episode 1', das von Qui-Gon Jinn und Obi Wan Kenobi aus seiner Sklaverei als „Pod-Racer“-Rennfahrer befreit wurde.

Das Tragische daran: Lloyd wurde vor kurzem verhaftet – wegen einer Verfolgungsjagd mit der Polizei. Ihr lest richtig, der einstige Pod Racer fuhr in der echten Welt ohne Lappen, dafür aber mit stark überhöhter Geschwindigkeit. Bei seiner Verhaftung leistete er erheblichen Widerstand und gab später zudem einen falschen Namen zu Protokoll.

'Episode 1' ist ein Film, der bei den Fans des Star-Wars-Universums aus gewichtigen Gründen nicht besonders gut dasteht. Neben dem absolut nervtötenden Alien Jar Jar Binks war es vor allem die Rolle des Anakin, des jungen Darth Vader, an der die Fans ihren Zorn über George Lucas abreagierten. Entsprechend fiel auch Lloyds Meinung zu den Filmen aus: In Interviews wurde er nie müde, dem Film die Schuld an seinem Niedergang und seiner Erfolglosigkeit zu geben, Star Wars habe sein „Leben zerstört“.

Eine traurige Geschichte in einer langen Reihe von Kinderschicksalen aus berühmten und sehr erfolgreichen Streifen, wie etwa auch bei Macaulay Culkin ('Kevin allein zu Haus') oder Edward Furlong ('Terminator 2').  

/ Foto: Colleton County Sheriff’s Office

Quelle: eonline