Pünktlich im neuen Jahr startet die Kinosaison 2015 mit einer herrlich abgedrehten, total bescheuerten Buddy-Action-Komödie. Dazu drehte Regisseur Luke Greenfield ganz einfach den Plot zu „21 Jump Street“ auf Links und machte aus zwei Zivilisten zwei ganz alberne Typen, die sich als Cops ausgeben. Gespielt wird das Duo von Damon Wayans Jr. sowie Jake Johnson, die sicherlich das Zeug haben, zwei echte Losertypen auf die Leinwand zu bringen. Ob das auch für ein ordentliches Lachmuskeltraining gereicht hat, verraten wir euch in unserer Kinokritik!

Darum geht’s:

Die beiden Freunde Ryan und Justin haben eigentlich nur ein Ziel: Endlich erfolgreich in ihren Jobs zu sein. Denn bis dato waren ihre Berufsträume eher miese Albträume. Um sich etwas vom beschissenen Alltag abzulenken, besuchen sie eines Abends eine Kostümparty. Als Polizisten verkleidet tauchen sie dort auf, müssen aber feststellen, dass dies ein klassischer Maskenball ist. Doof gelaufen, also machen sie kehrt und marschieren weiterhin verkleidet durch die Straßen. Dort beginnt dann das ganze Unheil, denn sie werden für echte Cops gehalten. Das gefällt den beiden natürlich, woraufhin sie beschließen, noch ein Weilchen die Rolle des Gesetzeshüters beizubehalten. Ryan und Justin fallen daraufhin natürlich auch den Verbrechern der Stadt sowie den echten Ordnungshütern auf, da die beiden nicht gerade seriös agieren. Doch dann passiert das, womit man hätte rechnen müssen, wenn man als Cop in der Nacht durch eine Metropole marschiert …

Das ist gut:

Das muss man Luke Greenfield wirklich lassen, mit Damon Wayans Jr. sowie Jake Johnson hat er zwei wirklich passende Besetzungen für seinen Buddy-Klamauk gefunden. Die beiden beherrschen ihre Rollen als Dumpfbacken richtig gut. Insbesondere stimmt die Chemie der beiden, wodurch die beiden Spaßvögel für mehr als nur ein paar Lacher sorgen.
Das beginnt bereits damit, dass der eine den eher gediegenen Typen spielt und der andere den ausgeflippten Troublemaker. Es ist zumindest für Freunde von Buddy-Klamauk überaus lustig, wenn zwei total tollpatschige Typen sich immer weiter in die Scheiße reiten. Um das Ganze nicht in einer großen Albernheit ausarten zu lassen, gibt es immer mal wieder gut gemachte Actionsequenzen, die den Streifen mit wilden Schießereien sowie einer ordentlichen Tracht Prügel ausschmücken. Was zudem gut gefallen hat, war die Rolle von James D'Arcy, der den richtig miesen Gangsterboss grandios verkörpert.

Das ist schlecht:

Es ist eine Komödie – inklusive der vielen Klischees und Genrestandards. Tiefgängigeres Kopfkino braucht man hier also nicht zu erwarten. Wer generell nicht so auf absurde Albernheiten klarkommt, hat hier sowieso nichts verloren. Auf der anderen Seite sollten sich Fans von richtig derbem Humor schon mal darauf vorbereiten, dass es in dieser Komödie verhältnismäßig harmlos zugeht. Hier werden die Lacher meist durch bescheuerten Nonsens produziert. Was allerdings sehr angenehm ist!

Feuer frei! Diese Party-Bullen hauen richtig auf die Kacke und liefern trotz einiger Genrestandards eine sehr unterhaltsame Komödie ab. Es gibt einiges an Action, Feelgood-Momente und natürlich schrägen Klamauk am laufenden Band. Da hat man beim Zuschauen einiges zu lachen. Außerdem bringt dieses Duo echtes Buddytum ins Kino, das Komödienfans mit einem sehr angenehmen Humor begeistern kann. Das Niveau bewegt sich hier noch angenehm über der Gürtellinie. Wer also was zu Lachen mit Herz sucht, ist hier bestens aufgehoben. In diesem Sinne: Let's be Cops!