James Cameron erschuf 1984 mit 'Terminator' ein Action-Franchise, das Filmgeschichte schrieb und gerade unter Männern, spätestens seit dem zweiten Teil 1991, zur Popkultur gehört. Schließlich ist der gute Arnold Schwarzenegger in seiner besten Rolle als Kampfmaschine T-800 zu sehen. Es ist Popcornkino deluxe mit wahnwitzigen Hetzjagden – Mensch gegen Androiden und umgekehrt. Nun holt Regisseur Alan Taylor ('Thor', 'Game of Thrones') Arnie wieder zurück und steckt den grauhaarigen, faltigen Haudegen noch mal in den Körper des Terminators. Überraschenderweise ist 'Terminator: Genisys' beim Kinostart in den USA eher semigut angelaufen, aber das soll uns egal sein. Bilden wir uns da mal lieber selbst eine Meinung und verraten euch, ob es die Ein-Mann-Kampfmaschine im Science-Fiction-Spektakel noch drauf hat.

Darum geht’s:
Wir befinden uns in keiner rosigen Zukunft, genauer gesagt im Jahr 2029. Eine Welt, in der die menschliche Rasse von übermächtigen „Skynet“-Maschinen bedroht wird. Die Menschen haben sich zum Widerstand rund um den Anführer der Rebellion, John Connor, mobilisiert. Doch die Übermacht der Maschinen ist erdrückend und sie haben einen perfiden Plan gefasst, nämlich in der Vergangenheit zu wildern. Deshalb beschließt John, diesen Maschinenplan zu vereiteln. Das tut not, denn es gilt seine Mutter Sarah Connor vor einem Killer-Cyborg zu schützen, sich selbst, aber auch die Zukunft der gesamten Menschheit zu retten. Drum schickt John Connor seinen treuen Freund Kyle Reese zurück nach 1984, dahin, wo alles begann. Doch das damalige Los Angeles ist nicht mehr. Denn ein unvorhergesehenes Ereignis hat Zeit und Raum verändert, sodass Kyle mitten in den Endkampf zwischen Mensch und Maschine rauscht. Der Tag der Abrechnung naht, doch Reese bekommt unverhofft Beistand. In Form des Terminators: Arnie – also, auf in den Kampf!



Das ist gut:
Es sind rund 30 Jahre vergangen, seit uns der Terminator vor Begeisterung erstmalig vom Kinosessel riss. Diese Faszination schafft es auch ins Jahr 2015 und das mit einem sehr geglückten neuen Kapitel. In diesem hat es der charismatische Schwarzenegger als muskelbepackte Kampfmaschine immer noch drauf, trotz grauer Haare und Falten im Gesicht. Der Typ ist einfach Action pur und ja, er kann auch Schauspiel. Witzig ist bei all seiner Durchschlagskraft, dass er sein Alter immer mal wieder im fünften Teil auf die Schippe nimmt. Extrem gut gefallen auch die originellen Zeitebenen, die gar nicht storytechnisch verwirren, aber einige skurrile Momente hervorrufen. Wenn Kyle zum Beispiel seinem eigenen Ich als Kind gegenübertritt oder man die verschiedenen Schwarzenegger-Terminatoren zu Gesicht bekommt. Generell gefallen auch die Schauspieler wie Emilia Clarke, Jai Courtney oder Jason Clarke an der Seite des gestandenen Arnie. Das harmoniert alles wunderbar miteinander, weshalb man mitsamt der echt geilen Action-Effekte die volle Breitseite Terminator abbekommt. Hier kracht es an allen Ecken, sodass Fan- und vor allem Männermotoren auf Hochtouren kommen.

Das ist schlecht:
Eigentlich muss man hier gar nicht gezwungen nach Haaren in der Suppe suchen. Sicher, die Actionszenen gewinnen keinen Innovationspreis im Genre und Storytiefgang schaut anders aus. Aber wovon reden wir hier, es ist SciFi-Popcorn-Actionbombast – ergo: Ziel erfüllt.

Fazit: Was soll man groß zu diesem Action-Blockbuster sagen, außer: Arnie ist definitiv mal „back“! Der Streifen besitzt einen extrem hohen Unterhaltungswert und das in erster Linie für jeden Terminator-Fan. Denn die Szenen und Verweise auf die vorangegangenen Teile, aber auch die eine oder andere Beantwortung von offenen Storyfragen, machen diesen Streifen interessant. Zudem passt die Action, die Atmosphäre, aber auch der Humor. Insgesamt ein furioser Auftakt zu einer neuen Terminator-Trilogie, der definitiv derbe Lust auf die Fortsetzung macht. Männerkino deluxe!