Thor schwingt wieder seinen Hammer. Dieses Mal können sich Marvel-Fans des Donnergottes auf den nächsten Film der Avengers-Prephase, „Thor 3: Tag der Entscheidung“, freuen. Bereits die ersten Trailer deuteten ein erneutes Superhelden-Spektakel mit reichlich Action, Gags und Spannung an. Ein richtiger Blockbuster halt, der wohl von der Qualität an seine beiden tollen Vorgänger nahtlos anknüpfen kann. Donnergott Thor muss im dritten Teil seine bislang größte Herausforderung bestehen und das so bildgewaltig wie eh und je. Sehr vielversprechend! Deshalb sind wir dem hammerschwingenden Donnergott gefolgt, um euch sagen zu können, ob Teil drei eine „Buddy-Komödie im All“ geworden ist und sich ein Kinobesuch wirklich lohnt.

Darum geht’s:

Der gute Thor sitzt in der Bredouille. Irgendwo am Rande des Universums ist er gefangen genommen worden. Noch schlimmer: Man hat ihm seinen Hammer Mjölnir abgenommen. Dafür verantwortlich zeigt sich die böse Hela. Sie kommt aus einer jahrtausendlangen Gefangenschaft und ist nun alles andere als gut drauf. Sie schwört auf Rache und hat dafür auch schon einen Plan – sie will die Götterdämmerung Ragnarok einleiten. Ihr Ziel ist Thors Heimat Asgard, das zerstört werden soll. Thor will das natürlich verhindern – und so schnell wie möglich nach Hause. Doch zuvor muss er sich intergalaktischen Gladiatorenkämpfen stellen. Glücklicherweise trifft er dort auf seinen cholerischen Avengers-Kumpel Hulk. Doch auf welcher Seite steht der – und wird er Thor helfen, die Götterdämmerung zu verhindern?

Das ist gut:

Was lange währt, wird wieder gut und sogar besser. Vor allem, wenn man auf reichlich Humor steht. Denn der dritte Soloauftritt des göttlichen Marvel-Superhelden ist eine wahrhafte Wucht. Der neue Regisseur Taika Waititi bringt nicht nur frischen Wind in die Reihe, sondern schafft es, den bisher besten Teil auf die Leinwand zu bringen. Das fängt beim Retrostil an, der sich mit seinen bunten Farben vor den 80er Jahren verbeugt, dem ganzen Film die Düsterkeit nimmt und alles mehr an den Look eines Comics erinnern lässt. Das passt überaus gut, ebenso wie die Überdosis an spektakulären Actionszenen, die wunderbar ins Setting passen. Wie eingangs erwähnt, ist es aber vor allem ein witziges und luftig zwangloses Action-Superhelden-Abenteuer, das von Minute eins an in die Vollen geht und Lacher am laufenden Band bereithält. Trotz der heiteren Gangart verkommt der Streifen aber nicht zur albernen Posse, sondern fügt den Klamauk pointiert ein. Was zudem gefällt: Sowohl das hohe Tempo des Streifens als auch die starken Charaktere, die Teil drei wunderbar abrunden. Neben Chris Hemsworth als Thor und Mark Ruffalo als Hulk ist auch einmal mehr Tom Hiddleston als Loki zu sehen. Neu dabei hingegen: Cate Blanchett als bitterböse Gegenspielerin Hela, Jeff Goldblum sowie Benedict Cumberbatch. Auch die beiden Serienveteranen Anthony Hopkins und Idris Elba sind abermals an Bord. Sie alle fügen sich nahtlos in die atmosphärische und eigenständige Handlung ein, weshalb es hier so gar nichts zu meckern gibt.

Das ist schlecht:

Es ist ganz klar, „Thor 3: Tag der Entscheidung“ macht für sich alles richtig. Nur, wer düstere Superhelden-Action sehen will, ist hier an der komplett falschen Adresse und hochgefährdet, das Kino vor dem Ende des Films zu verlassen.

Fazit: Unerwartet aber überaus überzeugend macht der neuseeländische Regisseur Waititi keine halben Sachen und gibt der „Thor“-Reihe eine neue Richtung. Entstanden ist ein verrücktes Comedy-Abenteuer und wohl einer der witzigsten Sci-Fi-Fantasy-Filme der letzten Dekaden. Das Tempo passt, die überdrehte Action explodiert und der Humor kommt hier mit dem Vorschlaghammer um die Ecke. Das ist beste Kinounterhaltung, die auf Spaß, Spannung und Action aus ist. Das zu einem eigenständigen Plot, reichlich 80er-Stimmung und einem toll aufspielenden Cast. Ohne Frage ist es der unterhaltsamste „Thor“ der Reihe und erinnert in seiner Machart an „Guardians of the Galaxy“. Wer das geil findet, wird hier voll auf seine Kosten kommen und eine Buddy-Komödie im All erleben, die euch über die komplette Laufzeit von 130 Minuten begeistert!