Freunde von Home-Invasion-Schockern haben ganz sicher noch den grandios-bösen „The Strangers“ mit Liv Tyler sowie Scott Speedman im Hinterkopf. Ein Film mit dem maskierten Killertrio um Dollface, der damals eine echte Genreüberraschung war und mittlerweile Kultstaus besitzt. Jetzt bekommen alle Fans mit dem Nachfolger „The Strangers: Opfernacht“ eine Zugabe. Die neue Terrorattacke soll wie zuvor für ordentlich Nervenkitzel und brutale Schocks sorgen.

Da ist die Basis mit diesem bösen Trio bestehend aus dem Pin-Up Girl (Lea Enslin), Dollface (Emma Bellomy) sowie Man in the Mask (Damian Maffei) natürlich schon mal gelegt, sind diese Killer einfach saucool und können definitiv jeden Genrefan in ihren Bann ziehen. Wir haben uns in die Opfernacht gestürzt und verraten euch, ob Regisseur Johannes Roberts hier ein echtes Genrehighlight gelungen ist!

Darum geht’s:

Anders als im ersten Teil wird kein Paar in einem Haus brutal überfallen. Es geht stattdessen in eine Wohnwagensiedlung. Eine Familie macht sich mit ihrem Camper auf den langen Weg zu Verwandten, die bis dato in der besagten Wohnwagensiedlung lebten. Dort angekommen, wird es jedoch mysteriös. Denn der Ort ist verlassen – keine Menschenseele weit und breit ist zu sehen.

Und wie es nun mal so ist in einem Genre-Schocker, dauert es nicht lange, bis für die Familie ein absoluter Albtraum beginnt. Sie beschließen, vorerst an diesem Ort zu bleiben und der Sache auf den Grund zu gehen. Direkt in der ersten Nacht erhalten sie Besuch von dem aus dem ersten Teil bekannten maskierten Psychopathen-Trio. Und das testet natürlich jegliche Grenze seiner Opfer aus.

Das ist gut:

Ein komplett neues Setting, ein neuer Cast mit Christina Hendricks („Mad Men“), Martin Henderson („Ring“), Lewis Pullman sowie Bailee Madison – aber gleicher Killerbasis mit ebenso gleich gebliebener Brutalität und Intensität. „The Strangers: Opfernacht“ darf an guten Gewissens als nich intensiver bezeichnen, liefert der Streifen doch starke Home Invasion zwischen Schocker und Thriller. Dies in einer bemerkenswerten finsteren Umgebung, die das Sequel sogar einen ganzen Tacken gespenstiger macht als den Vorgänger.

Und das, obwohl diese Art Horror durchaus schon bis zum Geht-nicht-mehr gemolken wurde. Sollte man meinen: Denn Johannes Roberts gelang es, diesen Trailerpark-Terror samt erbarmungslosem Katz-und-Maus-Spiel mit derart viel Spannung zu inszenieren, dass alles an bestes Slasher-Kino der 80er Jahre erinnert. Auch baut sich der Streifen herrlich auf – mit einer stetig wachsenden Bedrohlichkeit, die am Ende in einem brutalen Finale mündet. Wobei letztendlich die überaus dichte und tiefdüstere Atmosphäre sowie das verstörende Killertrio diesem Film die goldene Krone aufsetzen.

Das ist schlecht:

Leider gibt es auch hier die eine oder andere arg unsinnige Entscheidung der potenziellen Opfer, womit sie sich nach Horror-Lehrbuch wieder mal selbst in Gefahr bringen. So etwas muss 2018 echt nicht mehr sein – wobei dies glücklicherweise nicht zu sehr ins Gewicht fällt, da die Darsteller ansonsten einen Top-Job abliefern.

Fazit:
Alles in allem haben wir mit dem „The Strangers“-Sequel einen starken Home-Invasion-Schocker am Start, der vor allem mit seinem Killertrio und den vielen bedrohlichen Momenten, aber auch mit verstörender Brutalität einen mitreißenden Streifen liefert. Mal abgesehen von dem einen oder anderen unvermeidlichen Horrorklischee können sich Fans des ersten Teils sowie solche des