Um Regisseur Jon Turteltaub war es rund um seine Schaffenspause nach Filmen wie „Das Vermächtnis der Tempelritter“ oder „Last Vegas“ ruhig geworden. Nun ist er erwacht und hat Bock auf etwas Neues – nämlich Hai-Horror de luxe! Mit „Meg“ schickt er euch auf einen irren, actiongeladenen Hai-Horror-Trip. Für seinen Streifen hat sich Turteltaub gleich auch einen echten Actionstar für die Hauptrolle geangelt. Denn kein geringerer als Jason Statham darf in dieser Literaturverfilmung des Romans „Meg: A Novel Of Deep Terror“ von Autor Steve Alten gegen einen Urzeit-Hai antreten. Wir haben uns mit Action-Statham unter Wasser begeben und verraten euch, ob der der Hai-Horror echt bissig ist, oder sich das Ganze so aufregend gestaltet wie ein Aquarium voller Guppys.

Darum geht’s:

Nach der Attacke eines scheinbar riesigen Raubtieres auf eine Unterwasser-Forschungsstation wird der erfahrene Taucher Jonas Taylor zu Hilfe gerufen – er soll die Gefahr aufspüren und beseitigen. Doch der Tiefsee-Experte muss schnell feststellen, dass diese Aufgabe definitiv kein Zuckerschlecken wird: Bei dem Tier handelt es sich um einen mehr als 20 Meter langen Megalodon. Und dieser Urzeit-Hai, der eigentlich schon seit Millionen Jahren ausgestorben sein sollte, hat es bald nicht mehr nur auf die Forschungsstation abgesehen. Die Zeit läuft Taylor und Co. davon.

Das ist gut:

Eins, zwei, drei – Becken frei! Frei für einen überraschend geilen Monster-Actioner, der mal so richtig mit den Flossen um sich schlägt und deftig zubeißen kann. Wobei, Jason Statham gegen einen Monsterhai? Das ist auch einfach prädestiniert für geballte, temporeiche Action. Diese gibt es eben reichlich zu sehen, in einem feuchten Szenario voller herausragender Spezialeffekte. Allen voran dieses biestige Ungetüm, mit dem nicht gut Kirschen essen ist und das sich als wahrer End-Gegner entpuppt. Das macht Laune und bietet jedem Fan des Hai-Horrors kurzweilige Unterhaltung.

Der Film ist ein perfekter Sommer-Blockbuster, der den Zuschauer trotz eher überschaubarerer Story mit seiner Bildgewalt in den Kinosessel drückt. Hier kommt einfach toller Nervenkitzel auf, sobald sich der Urzeitriese anschickt, für Chaos und Zerstörung zu sorgen. Dennoch gibt es auch die eine oder andere humorvolle Stelle, die das Ganze etwas auflockert und für Erheiterung sorgt. Dazu eine Prise Dramatik mit großen Emotionen – und fertig ist ein echter Action-Hit. „Meg“ ist ein guter Mix aus „Jurassic Park und „Der weiße Hai“, dem man eine Überdosis Speed verabreicht hat.

Das ist schlecht:

Wie bereits angedeutet ist die Story nicht unbedingt innovativ und tiefgründig. Muss diese Art von Film aber auch gar nicht haben. Und wer generell keine gigantischen Monster mag, die sich mit Menschen anlegen, sollte diesem Streifen ohnehin besser fernbleiben.

Fazit: Nicht viele hätten vor dem Kinostart gedacht, dass „Meg“ solch ein Action-Feuerwerk abbrennt. Ja, es ist Hai-Horror, ja es ist ein gigantisches Urzeittier, aber bei weitem kein Trash wie „Sharknado“ und Konsorten. Nein, dieser Streifen bietet euch einen geilen Vollgas-Actioner mit reichlich Spannung, tollen Effekten und einem Jason Statham, der hier mal wieder eskalieren darf. Das ist bildgewaltiges, wildes Popcorn-Kino, das einfach nur übertrieben Spaß macht!