Jason Statham darf wieder die Action auspacken. Dieses Mal im ‘Mechanic’-Sequel ‘The Mechanic: Resurrection’, einem Actionthriller, der vom deutschen Regisseur Dennis Gansel ('Die Welle’) inszeniert wurde. Dieses Mal mit bedeutend weniger Budget ausgestattet, will der Streifen gerne an den Erfolg von ‘The Mechanic’ aus dem Jahr 2011 anknüpfen, in dem Statham mit brutaler Action seine Fans entzückte. Doch ob die Fortsetzung des Remakes von Charles Bronsons gleichnamigem Film aus dem Jahr 1972 das Kino beben lässt, ist fraglich. Zumal der Film im Vorfeld mit einiger Kritik zu leben hatte. Wir haben uns an Stathams Fersen geheftet und uns angesehen, ob Fans- sowie Action-Freunde ordentlich was geboten bekommen.

Darum geht’s:

Nach den Ereignissen aus ‘The Mechanic’ ist einige Zeit vergangen. Arthur Bishop geht mittlerweile davon aus, dass seine Karriere als Auftragskiller Vergangenheit ist. Schließlich will er sich den schönen Dingen des Lebens widmen. Das kann er sich allerdings abschminken. Denn ein paar Gangster entführen seine große Liebe Gina. Das kann Bishop nicht ungesühnt lassen und aktiviert seine Auftragskiller-Skills, um gegen die Bösewichte ins Feld zu ziehen. Doch die alten Widersacher haben ihn in der Hand, weshalb er gezwungen wird, drei unlösbar scheinende Aufträge anzunehmen, die ihn rund um den Globus führen. Dabei soll er die Morde als Unfälle tarnen – seine Spezialität. Doch was tut man nicht alles, um die Liebe seines Lebens zu befreien?

Das ist gut:

Regisseur Dennis Gansels Hollywood-Debüt kann sich durchaus sehen lassen. Denn Statham-Fans bekommen ohne Frage coole Stunts zu sehen und auch einiges an effektvoller Action mit reichlich Boom-Boom. Überzeugend sind die vielen Außenaufnahmen aus  Thailand, Bulgarien, Australien oder Brasilien mit tollen Panoramen. Ebenso gefallen Stathams Filmpartner wie sexy Jessica Alba, die als heiße Badenixe Freundin sowie Entführungsopfer verkörpert. Darüber hinaus fügen sich Tommy Lee Jones, Michelle Yeoh oder Sam Hazeldine gut in den Cast ein. Vor allem Hazeldine als Arthurs Erzfeind Crain sticht da hervor. Ein Highlight des Films ist sicherlich das Spektakel um ein Hochhaus-Apartement samt Swimmingpool-Szene, die man schon aus dem Trailer kennt.

Das ist schlecht:

Leider merkt man dem Film an der einen oder anderen Stelle doch das geringe Budget an. Das ist allerdings noch zu verschmerzen. Viel nerviger ist da der wirklich unkreative, lahme Plot, da hätte man sich definitiv mehr Mühe geben dürfen. Schade ist auch, dass der Film etwas braucht, bis man den Statham-Radau ordentlich in Szene setzt, was für einen Actioner natürlich semi-geil ist.

Fazit: Mit the ‘The Mechanic’ haute man2011 einen wirklich brutalen, temporeichen Actioner mit Statham raus. Diesen Krawall gibt es im Sequel zwar auch, aber bei Weitem nicht mehr in der hohen Schlagzahl wie beim Vorgänger. Das wird Hardcore-Genrefans sicherlich wenig bis gar nicht erfreuen. Obendrein braucht ein Actionkracher jetzt nicht den tiefgängigsten Plot, doch so flach wie hier muss man dennoch nicht agieren. Mal abgesehen von diesen Mankos, überzeugt Jason Statham in ‘The Mechanic: Resurrection’ mit Coolness und satten Stunts. Wenn man ihn komplett von der Leine gelassen hätte, wäre er sicherlich noch zügelloser über den Globus gepoltert. Aber sei es drum, insgesamt gibt es hier ordentliche Action, die zu unterhalten weiß. Nur der große Actionkracher ist es nicht geworden!