Bereits ‘The LEGO Movie’ hatte gezeigt, wie gut ein Film zum Bauklötzchen-Universum im Kino funktionieren kann. Nun darf im Spin-off der allseits beliebte DC-Superheld Batman in LEGO-Form auf die große Leinwand. Das rassige Abenteuer um den Obersheriff von Gotham City ist ein großer Spaß für große und kleine Männer, denn Humor besitzt der Streifen ohne Ende. Wie auch schon in ‘The LEGO Movie’ agiert Batman hier als deprimierter aber ziemlich narzisstischer Superheld. Auch die Geschichte ist wieder voller Selbstironie und popkultureller Querverweise. Aber ob die Gaudi am Ende auch über die gesamte Spielzeit von 104 Minuten in den Bann zieht? Wir haben uns nach LEGO-Gotham begeben und verraten euch, ob wir mit einem strahlenden Lächeln aus dem Kino gekommen sind.

Daum geht’s:

Der Plot des Animationsfilms ist im Grunde simpel: Batman muss letztendlich mal wieder die Pläne des Jokers durchkreuzen. Doch bis es so weit ist, startet alles mit einem einsamen Batman. Denn wenn der kostümierte Rächer ehrlich ist, mag er die Einsamkeit sogar, nicht umsonst ist sein Batmobil nur für eine Person ausgelegt. Allerdings wird er von der Bürgermeisterin von Gotham dazu überredet, mit der Polizei zusammenzuarbeiten. Obendrauf adoptiert Batman „versehentlich“ den überdrehten Robin. Und Robin ist kein einfacher Fall, hat er doch einen Nervfaktor von 100 Prozent. Von nun an muss er also mit anderen zusammenarbeiten, was ihn tierisch aufregt, aber womöglich auch glücklich macht …?

Das ist gut:

Wie nicht anders zu erwarten, überzeugt ‘The Lego Batman Movie’ durch Spaß, Spaß und noch mal Spaß. Ja, spannend ist es zuweilen auch, aber der Unterhaltungswert wird hier durchweg durch den genialen Humor generiert. Da sich der Film hier durchweg selbst auf die Schippe nimmt, gibt es ordentlich was zu lachen. Auch wenn hier jedes erdenkliche Superhelden-Klischee ausgegraben wird und unzählige Anspielungen aus der Welt der Comics, Fantasy sowie der Popkultur eingeworfen werden. Wobei wir die Hartplastik-Action auch nicht unter den Tisch kehren wollen. Die artet im Solo-Abenteuer des dunklen Rächers nämlich in einem bunten, temporeichen Spektakel aus. Zum Schreien komisch ist auch Batmans Zögling Robin, der hier irre eskaliert und an Batmans Nerven zerrt. Auch Bad Guy Joker überzeugt als Gegenspieler der Fledermaus.

Das ist schlecht:

Schlecht ist, dass man durch den Film direkt das Verlangen hat, sich neue LEGO-Sets zuzulegen, die ja nicht unbedingt günstig sind.

Fazit: Respekt für Regisseur Chris McKay, der mit ‘The LEGO Batman Movie’ nicht nur an den Überraschungserfolg ‘The LEGO Movie’ anknüpft, sondern ihn überflügelt. Das Soloabenteuer des Bauklötzchen-Batman ist durchweg stimmig inszeniert. Aber vor allem was hier an Gags, Anspielungen und Selbstironie abgefeuert wird, ist schlichtweg grandios. Hier kommen nicht nur Kids und junggebliebene Männer auf die Kosten, sondern auch Zuschauer, die sonst nichts mit dem LEGO-Universum am Hut haben. Einfach tolle und humorige Unterhaltung für einen lohnenswerten Kinobesuch mit der Familie oder Freunden!