Nachdem 'Snow White & the Huntsman' abseits seiner Optik nicht wirklich überzeugen konnte, will es der Huntsman mit der Ice Queen im Prequel zum Fantasy-Abenteuer wissen. Regisseur Rupert Sanders und seine damalige Affäre Kristen Stewart sind nicht mehr, weshalb diesmal Visual-Effects-Spezialist Cedric Nicolas-Troyan auf dem Regiestuhl Platz genommen hat. Einmal mehr mit dabei: Chris Hemsworth sowie Charlize Theron, die mit dem Neuzugang Emily Blunt für ein bombastisches Fantasy-Spektakel sorgen sollen. Wir haben uns in diese fantastische Welt gestürzt und verraten in unserer Kinokritik, ob ihr euch auf einen geilen Fantasy-Blockbuster freuen könnt.

Darum geht’s:

In der neuen Story steht abermals eine bösartige Lady im Fokus: Freya, die Herrscherin über Eis und Schnee. Sie ist die Schwester der verwünschten Königin Ravenna. Als Freya von ihrem Geliebten betrogen wird, dampft sie ab in einen Eispalast und verschanzt sich dort. Jaja, gebrochene Herzen können oft böse Dinge auslösen. Freya ernennt sich zur Eiskönigin und sammelt einen Haufen erbarmungsloser Krieger um sich. Ihr Ziel: ein Königreich der ewigen Kälte, ohne Liebe, zu erschaffen. Doof, dass ihr bester Kämpfer, Eric der Huntsman, sich in die hübsche Sara verliebt. Das kann Freya nicht dulden, woraufhin sie das Paar auseinandertreiben will. Doch vorrangig errichtet sie ihr Königreich mit Hilfe ihrer finsteren Schwester Ravenna. Dazu muss diese aber erst mal aus dem Zauberspiegel befreit werden, in den sie eingesperrt wurde. Doch Freya hat die Rechnung ohne Eric gemacht, der um jeden Preis versucht, die Schreckensherrschaft der Schneekönigin zu verhindern.

Das ist gut:

Gut, es war nicht schwer, den Vorgänger zu schlagen. Aber dieses Prequel pulversiert 'Snow White'  und schickt den Erstling in die Vergessenheit. Vor allem, weil Nicolas-Troyan versteht, einen tollen Mix aus Fantasy-Abenteuer und rassiger Action hinzulegen. Dazu gibt es pointierten Humor sowie ein wenig Märchenromanze. Letzten Endes ist es ein spannend inszenierter Streifen, in dem auch die Special Effects bombastisch ausschauen. Kein Wunder, wenn ein ehemaliger Effektfachmann auf dem Regiestuhl sitzt. Auffällig zudem: die stimmige Fantasy-Welt mit all den toll animierten Wesen sowie spektakulären Kämpfen. Gut gefallen hat das Zusammenspiel der Hauptfiguren in Form von Charlize Theron, Emily Blunt, Chris Hemsworth und Jessica Chastain. Blunt als finstere Freya und der eigentliche Star des Films, Chris Hemsworth als saucooler Huntsman Eric, liefern hier prächtig ab. Alles zusammen genommen fruchtet dieser gelungene Fantasy-Action-Mix, der fesselnde Unterhaltung auf euch loslässt.

Das ist schlecht:

Ja, es ist eine Märchenadaption, wozu eine Portion Romantik gehört. Wem hier und da etwas zu viel Gefühlsduselei auf den Zwirn geht, der wird hier sicherlich auch etwas zu meckern haben.

Fazit: Der zweite Versuch des Huntsman-/Königinnen-Films ist definitiv geglückt. Es gibt hier coole Fantasy-Action, noch coolere Helden und reichlich Spektakel. Auch der Humor kommt nicht zu kurz, ohne dabei ins Alberne abzudriften. Fantasy-Fans werden die stimmige Welt lieben. Wie gesagt, es ist ein kurzweiliger Streifen geworden, der mit Chris Hemsworth, Charlize Theron und Emily Blunt drei wirkliche Zugpferde besitzt. Auch die Story hat diesmal Hand und Fuß und bringt wesentlich mehr Tiefgang in den Film als der Vorgänger. Deshalb können wir diesen Blockbuster jedem ans Herz legen, der Bock auf einen fesselnden Fantasy-Action-Abend hat!