Rauf auf die Mauer und auf in die Schlacht. Mit dem Mix aus historischem Fantasyfilm und Action-Abenteuer will Regisseur Zhang Yimou Großes im Kino erschaffen. Nach seinen visuell eindrucksvollen Werken ‘Hero’ und ‘House of Flying Daggers’ sind die Voraussetzungen für ein weiteres epochales Filmwerk ideal. Zudem ist ‘The Great Wall’ die bislang größte Koproduktion Chinas und der USA. Neben Stars des chinesischen Kinos schlüpft Matt Damon in die Hauptrolle und wird von Willem Dafoe, Andy Lau und ‘Game of Thrones’-Darsteller Pedro Pascal begleitet. Das Spektakel an der legendären Chinesischen Mauer wollten wir uns nicht entgehen lassen, weshalb wir uns unter die beiden riesigen Streitkräfte im Alten China gemischt haben. Ob der Kampf um die Rettung der Menschheit uns aus dem Kinosessel gerissen hat, verraten wir euch in den kommenden Zeilen.

Darum geht’s:

Vor rund 1000 Jahren wollten die beiden Europäer William Garin und Pero Tovar auf ihrer Reise ins chinesische Reich eigentlich nur Handelsbeziehungen aufzubauen. Eigentlich, denn die beiden werden geradewegs in einen gigantischen Krieg an der Chinesischen Mauer gezogen. Es ist nicht irgendeine Schlacht, sondern eine um das Fortbestehen der ganzen Menschheit. Denn der Feind ist kein Mensch, sondern eine Horde übermächtiger Monster, die sich gerne Menschenfleisch in die Magengrube stopfen. Diese „Tao-Tie“ genannten Wesen bedrohen schon seit Jahrhunderten die Chinesen und setzen nun zum Großangriff an. Obwohl die Einwohner skeptisch sind, will Garin sich als talentierter Bogenschütze der waghalsigen Schlacht anschließen. Dabei wird er von einer Gruppe von chinesischen Helden begleitet, die ihr ganzes Leben lang für diesen Kampf trainiert haben.

Das ist gut:

Fantasy, Abenteuer, Schlachten-Action und das alles in einer historischen Szenerie, das gefällt. Ebenso wie der Plot, der Genrefreunden ein herrlich unverbrauchtes Szenario anbietet. Dass ‘The Great Wall’ die bis dato teuerste chinesische Produktion gewesen ist, ist anhand der visuellen Pracht rasch erkennbar, die hier dargeboten wird. Denn die Effekte hauen echt vom Hocker. Die Schlachten sind episch, die Stunts waghalsig und auch sonst gibt es hier massig Action. Vor allem die Kampfszenen sind grandios choreographiert und sorgen für reichlich Spektakel. Da bleibt zwar der eine oder andere dienliche Dialog auf der Strecke, aber wer Filme mag, wo der Elefant durch den Porzellanladen marschiert, bekommt hier mächtig was geboten. Obendrein überzeugt der chinesische Cast mit starken Charakteren und auch Matt Damon als Filmheld.

Das ist schlecht:

Insgesamt hält der Film gut bei der Stange, hat aber die eine oder andere Delle im Spannungsbogen. Ein wenig mehr Tiefgang hätte dem Streifen ebenso wenig geschadet, wie der eine oder andere erklärende Dialog.

Fazit: Mit ‘The Great Wall’ kommt wirklich etwas Großes auf euch zu. Zumindest wenn man Fan von Fantasy-Action ist, die man hier in ihrer ganzen Blüte bestaunen darf. Denn visuell trifft der Film voll ins Schwarze, weshalb hier eine mitreißende Atmosphäre geschaffen wurde. Die Zugpferde sind zudem die tollen Effekte und beeindruckenden Kampfszenen, ebenso wie Matt Damon in der Hauptrolle. Zwar hat der Streifen die eine oder andere Spannungsdelle, die am Ende aber das 104-minütige Abenteuer nicht wirklich torpedieren. Somit sprechen wir allen Genrefreunden eine klare Empfehlung aus, sich dieses Epos im Kino anzuschauen!