Pow! Bam! Wham! Zap! Boom! – Es ist angerichtet, die große Superhelden-Schlacht steht vor der Tür und entzweit Freunde, die sich bis aufs Blut bekriegen. Ein Ereignis, das erstmals 1941 in den ‘Civil War’-Comics das Marvel-Universum erschütterte. Das wurde nun im nächsten ‘The First Avenger’-Blockbuster vom Regie-Brüderduo Joe und Anthony Russo spektakulär in Szene gesetzt. Das konnte man zumindest aus den Trailern erahnen. Drum haben wir uns mit in den Krieg der Superhelden geworfen und sagen euch, ob der Film mit einer echten Schlacht begeistert oder das Ganze nur Schulhof-Raufereiniveau hat

Darum geht’s:

‘Civil War’ macht genau dort weiter, wo ‘Avengers: Age Of Ultron’ endete. Steve Rogers alias Captain America ist mit seinem neuen Team der Avengers weiter gewillt, den Frieden auf der Erde zu wahren. Doch die Weltgemeinschaft hat nicht die immensen Kollateralschäden und zivilen Opfer vergessen, die durch die Kämpfe der Avengers mit den Aliens zu beklagen sind. Daher soll ein Gremium die Avengers künftig in ihrem Handeln kontrollieren. Das wiederum spaltet die Superhelden, doch es kommt wesentlich schlimmer. Nach einem internationalen Vorfall bekommen sich Iron Man und Captain America richtig in die Wolle, woraufhin sich ihre Wege trennen. Alle anderen Superhelden spalten sich im Anschluss daran in zwei Lager – Team Iron Man und Team Captain America. Diese Fehde artet in einem epischen Krieg der Superhelden aus. Als wäre das nicht schon schlimm genug, als geeint gegen wahre Feinde zu kämpfen, steht nämlich bereits eine neue Bedrohung bevor. Und diese terrorisiert die komplette Menschheit.

Das ist gut:

Respekt, nach 148 Minuten kommt man leider nicht mehr aus dem Kinosessel. Denn in den hat der Film den Zuschauer einfach mit seinem Bilderkrieg bis zur Besinnungslosigkeit festgeprügelt. ‘The First Avenger: Civil War’ ist, wenn man alle Bausteine zusammennimmt, mit der beste Streifen des Marvel Cinematic Universe geworden. Es ist ein echtes Superheldenspektakel, aber kein stumpfes Actiongewitter. Da ist es schwer, irgendwie anzufangen, denn der Film macht alles richtig. Aber in Ordnung, beginnen wir mit den Actionsequenzen, die von wahnsinnig geilen Kampfszenen bis hin zum Schutt-und-Asche-Chaos alles vereinen, was man erwarten kann. Das jedoch durchweg kreativ inszeniert mit einem hohen Grad an Abwechslung. Was ebenso gut gefällt, sind die Story und der Einbau einer ganzen Horde an Superhelden.

Hierbei werden auch einige Szenen eingebettet, die auf kommende Filme des Marvel-Universums sowie deren Charaktere hinweisen, wie etwa den neuen Spider-Man. Dabei werden sämtliche Nebenfiguren und Gastauftritte perfekt in die Hauptstory der Schlacht eingebaut, ohne den Plot hol-pern zu lassen. Der Cast ist eben auch einfach nur granatenstark – mit all unseren alten sowie neuen Helden wie Chris Evans, Robert Downey Jr., Scarlett Johansson, Sebastian Stan, Anthony Mackie, Paul Bettany, Jeremy Renner, Don Cheadle, Elizabeth Olsen, Paul Rudd, Emily Van Camp, Frank Grillo, Daniel Brühl sowie William Hurt. Es ist schon sensationell, so ein Rudel an Schauspielern mit ihren Charakteren inklusive diverser Handlungsstränge so dynamisch in Marvels „Phase 3“ einzubauen. Und dann ist da noch dieser grandiose Showdown – nun da kommt man aus dem Schwärmen nicht mehr raus. Tut uns nicht leid!

Das ist schlecht:

Schlecht ist, wenn man sich diesen Blockbuster als Superhelden-Fan nicht gibt!

Fazit: Einen großen Applaus bitte für Joe und Anthony Russo, die hier den bis dato besten Marvel-Streifen hingelegt haben. Ein in allen Bereichen gewaltiger Film mit einer perfekt dosierten Mi-schung aus erzählerischem Tiefgang, satter Action, Emotionen und Drama. Zudem wirkt der Film sehr erwachsen und ist definitiv richtig düster. Dazu die Horde an Superhelden, Vorstellung neuer Charaktere und diese immense Spannung, die sich bis zum Ende immer weiter aufbaut und sich in einem fetten Showdown entlädt! Ein Bilderkrieg mit Hirn und eskalierendem Unterhaltungsfaktor. Kurz gesagt – Pow! Bam! Wham! Zap! Boom!