Oh ja, Megan Fox im ‘Transformers’-Streifen in bester sexy Pose am Auto. Halt, falscher Film – hier ist sie nämlich nicht mit riesigen Robotern, sondern einmal mehr mit grünen tierischen Helden unterwegs. Denn die coolen Ninjas Leonardo, Donatello, Raphael sowie Michelangelo starten mit dem zweiten Teil ‘Teenage Mutant Ninja Turtles: Out of the Shadows’ in den Kinos. Bekanntgeworden sind sie durch die gleichnamige US-Zeichentrickserie sowie den Filmen der 90er. 2007 gab es einen weiteren Streifen mit den sympathischen Kämpfern aus der Kanalisation New Yorks. In der mittlerweile sechsten Kinoverfilmung enterte Dave Green den Regiestuhl und inszeniert seinen ersten richtigen Blockbuster. Doch ob die vier Kampfschildkröten neben einer Tonne Pizza sowie heißer weiblicher Begleitung im zweiten Teil der Turtles-Action überzeugen können, verraten wir euch in unserer Kinokritik.

Darum geht’s:

Im ersten Teil konnten die vier Turtles Leonardo, Donatello, Michaelangelo und Raphael ihre Heimatstadt New York gerade noch so vor der Katastrophe retten. Doch anstatt dass die Schildkröten-Mutanten jetzt in Ruhe Pizza futtern oder sich an der schönen April O'Neal ergötzen dürfen, ist Arbeit angesagt. Denn das Böse ist für die nächste Schandtat bereit: Erzfeind Shredder wird nicht müde und entwickelt ein Serum, das Menschen in bestialische Kampfmaschinen verwandelt. Das wollen die Turtles natürlich verhindern, müssen sich aber auch gegen Shredders Lakaien Bebop und Rocksteady behaupten. Hilfe bekommen die Kampfschildkröten nicht nur von Reporterin April, sondern auch unerwartet von einer Räubergang um den Vigilanten Casey Jones. Zusammen gilt es einmal mehr, New York vor allem Unheil zu bewahren, auch weil ein weiterer Bösewicht das Spielfeld betritt.

Das ist gut:

Da muss man sich nichts vormachen – ‘Teenage Mutant Ninja Turtles: Out of the Shadows’ ist eine Vollspeed-Action-Komödie, in der sich Produzent Michael Bay austobt. Das ist auch gut so, denn ein Gang weniger würde nicht zum Gezeigten passen. Der Look des Films erinnert mit seiner Buntheit an einen Comic oder ein Videospiel und gefällt so gut wie das Actiongewitter mit seinen tollen CGI-Animationen sowie fetzigen Effekten. Gerade in 3D bekommt man hier die volle Breitseite an Entertainment. Apropos Unterhaltung, was am besten an diesem Teil gefällt, ist die herrliche Selbstironie ganz nach der alten Turtles-Tradition, die der erste Teil total hat missen lassen. Hier lauern an jeder Ecke Witze und Gags mit einem Augenzwinkern, die für einige Lacher sorgen. Gerade die neuen Sidekicks des Bösen, Bebop sowie Rocksteady, hauen hier immer wieder einen raus und sind ohne Frage die heimlichen Stars des Films. Neben diesem altbekannten Chaotenduo sind weitere neue Auftritte einiger Kultcharaktere aus dem Turtles-Universum zu sehen, wie der von Casey Jones, des berühmten „Ooze“ oder von Superhirn Krang.

Das ist schlecht:

Ab und an wirkt der Streifen doch etwas sehr überladen. Auch die eine oder andere wilde Kamerafahrt zu Beginn kann man durchaus kritisieren. Und wer mehr Tiefgang wünscht, der darf sich zwar beschweren, sitzt aber von Beginn an im falschen Film.

Fazit: Ganz klar schlägt das Sequel der Ninja Turtles unter Produzent Bay den Vorgänger – und das um Längen. Denn dieser Film hat Herz und weiß sich mit Humor sowie Selbstironie an alte Turtles-Traditionen zu erinnern. Ansonsten wird hier unübersehbar auf krachende, effektvolle Action gesetzt, die gerne bis zum Gehtnichtmehr überzogen wird. Aber das ist schon in Ordnung, passt das doch gut in dieses ohnehin schon abgedrehte Schildkröten-Universum. Was dem Film allerdings die Krone aufsetzt, sind nicht die vier Ninja Turtles, sondern Shredders neue Sidekicks Bebop und Rocksteady. Sie bringen nicht nur das Feuer mit in den Streifen, sondern sorgen auch für etliche Lacher. Hier hat Dave Green mit seinem ersten Blockbuster alles richtig gemacht und dem zweiten Teil eine tolle Dynamik und Seele verliehen. Heißt unterm Strich, dass sowohl Turtles- als auch Action-Fans gleichermaßen bombastisch bedient werden und das über die gesamte Spielzeit von 113 Minuten! Cowabunga!