Dieser Teddy ist schon eine Sensation. Der zum Leben erweckte Chaosbär hatte mit dem ersten Teil für einen Megaerfolg im Kino gesorgt und zugleich einen echten Hype ausgelöst. Nun will Seth MacFarlane mit 'Ted 2' seinen sprücheklopfenden, testosterontriefenden Kiffer abermals auf Erfolgskurs bringen. Natürlich nicht ohne Teds Donnerbuddy John, gespielt von Mark Wahlberg. Doch kann die Mainstream-Komödie wieder im Kino einschlagen wie damals, als Ted den Überraschungseffekt auf seiner Seite hatte? Wir haben den Bären im Kino besucht und geschaut, wie er sich so schlägt, auf dem Weg nach Anerkennung in der Menschenwelt!

Darum geht’s:

Ted führt mittlerweile ein gutes Leben unter den Menschen und hat sogar seine Freundin Tami-Lynn geehelicht. Doch jetzt wünschen sich beide ein Kind. Ted also als Papabär – doch wie soll das vonstattengehen? Deshalb muss ein Samenspender her, der seine Freundin schwängert. Doch diesen zu finden, bedarf einiger echt schräger Versuche, bei denen Ted selbst vor Quarterback-Ikone Tom Brady nicht haltmacht. Neben der ganzen Befruchtungsgeschichte geht es aber auch darum, dass Ted als echte Person vom US-Staat anerkannt werden will. Ernste Angelegenheiten, die Ted zusammen mit seinen Freunden bewältigen muss. Es geht um die Persönlichkeitsrechte des kultigen Problembären – Mensch oder Objekt?

Das ist gut:

Regisseur Seth MacFarlane haut auch im zweiten Teil obszönen Humor, zahlreiche Gags sowie typische TED-Situationskomik wie am Fließband raus. Dabei ist die gewollt unverkennbare Weise, die Grenzen des guten Geschmacks zu überschreiten, wirklich gelungen und gar kein Störfaktor, weil der Grenzgang eben sowohl mit Stil als auch Charme vollzogen wird. Neben all der Derbheit gefällt an der Fortsetzung der philosophische Part, um das Sein oder Nichtsein des Bären als Mensch. Das gibt dem Ganzen eine gewisse Tiefe, ohne dabei zu vergessen, was der Streifen letzten Endes ist – eine aberwitzige Komödie. In dieser macht Mark Wahlberg wieder alles richtig als Teds Donnerbuddy. Doch auch das Zuckerstück Amanda Seyfried, die Mila Kunis ersetzt, macht als Johns neue Freundin eine gute Figur. Witzig sind zudem die vielen Nebenrollen, in denen Morgan Freeman, Sam‚ „Flash Gordan“ J. Jones, Liam Neeson sowie David „The Hoff“ Hasselhoff einiges an Humor beweisen.

Das ist schlecht:

Es ist schlicht und ergreifend Popcornkino, wie es im Buche steht. Sicherlich bekommt der Film eine gewisse Tiefe mit der Persönlichkeitssuche des liebenswerten Macho-Teddys, doch es bleibt eine Komödie, die einen echt derben Humor an den Tag legt. Menschen, die mit dieser Art von Komik nichts anfangen können, sollten daher Ted und seine Freunde meiden.

'Family Guy'-Erfinder Seth MacFarlane haut tatsächlich erneut einen 'Ted'-Kracher raus, der sich vor dem Erstling in keiner Weise verstecken muss. Es gibt schlüpfrige Gags, jede Menge schwarzen Humor und einen Ted, der einige Facetten zeigen kann. Auch wenn es ernst um den Stoffbären wird, bleibt der Klamauk an keiner Stelle im Hintergrund. Das macht diese Komödie einfach extrem unterhaltsam. Trotz all dem Schmuddel und der Grenzüberschreitungen besitzt 'Ted 2' Charme und man schließt den Chaosteddy ins Herz. Es ist letztendlich eine rundum gelungene Spaßbombe, die wirklich jeden Ted-Fan erneut zum Lachen bringen wird.