Während das Scifi-Epos ‘Star Wars’ in aller Munde ist, geht die ‘Star Trek’-Saga doch ein wenig unter. Dabei braucht sich auch der dritte Teil der Science-Fiction Reihe seit dem Reboot so gar nicht zu verstecken. ‘Beyond’ verspricht nämlich reichlich Scifi-Action, gekoppelt mit mitreißendem Drama. Kein Wunder, wenn ein Mann wie Justin Lin (‘The Fast and the Furious’) auf dem Regiestuhl sitzt und ‘Star-Wars’-Regisseur J.J. Abrams hier als Produzent zu Werke geht. Außerdem kehrt ‘Beyond’ erfreulicherweise zur Basis des ‘Star Trek’-Kosmos zurück, nämlich dem Entdecken fremder Planeten und Zivilisationen. Wir haben uns mit an Bord der Enterprise begeben und verraten euch in unserer Kinokritik, ob Captain Kirk und Crew hier eine Punkt- oder eine Bruchlandung hingelegt haben.

Darum geht’s:

Die Enterprise ist wieder im All unterwegs auf einer Forschungsmission. Dabei gerät sie allerdings in einen gnadenlosen Hinterhalt und bis dato unbekannte Feinde wollen das Schiff entern. Im letzten Moment kann die Crew um Captain Kirk auf einem fremden Planeten flüchten. So weit, so schlecht, denn sie sind dabei mitten in einen scheinbar ausweglosen Konflikt zwischen dort lebenden Kreaturen geplumpst. Ohne Kontakt zur Außenwelt ziehen Kirk und sein Team in den Kampf auf Leben und Tod gegen einen übermächtig erscheinenden Feind.

Das ist gut:

In diesem Jahr feiert ‘Star Trek’ sein 50-jähriges Jubiläum. Sicherlich ist für jeden Trekkie die Originalserie unschlagbar – inklusive der dazugehörigen Kinofilme. Auch wenn die beiden ersten Reboot-Streifen ‘Star Trek’ und ‘Star Trek Into Darkness’ gefeiert wurden, so gab es auch einiges an Kritik. Doch spätestens mit dem aktuellen dritten Teil der Neuauflage sollten sich die unterschiedlichen Gemüter wieder einen. Denn ‘Beyond’ ist eines der besten ‘Star Trek’-Weltraumabenteuer seit langem. Das liegt vornehmlich am sehr spannenden Plot sowie dem – in diesem Teil eher ungewollten – Entdecken neuer Planeten und Zivilisationen.

In diesem Film passt der Leitspruch des Epos „Dringen in Galaxien vor, die nie ein Mensch zuvor gesehen hat“ wie die spitzen Ohren zu Spock. Dabei haben die Macher auch ziemlich coole neue Rassen ans Tageslicht befördert. Obendrein gibt es mächtige Actionsequenzen, die jeden Science-Fiction-Fan vom Hocker reißen sollten, aber eben auch Emotionales sowie den typischen ‘Star Trek’-Humor. Besonders der Effektreichtum und die kreativ gestalteten Kulissen verleihen dem Ganzen eine sehr dichte Atmosphäre. Auch die Entscheidung, Justin Lin als Regieablösung für J.J. Abrams zu nehmen, war eine gute Idee, bringt er doch noch eine Ecke mehr Dynamik ein. Eine weitere Stärke des Films ist der unveränderte Cast. Denn die damalige Neubesetzung des Reboots mit Chris Pine, Zachary Quinto, Zoë Saldaña, Karl Urban, Anton Yelchin, John Cho sowie Simon Pegg als junge Version der Enterprise-Crew passt auch im dritten Teil perfekt.

Das ist schlecht:

Es gab im Vorfeld und auch beim Vorgängerteil einiges an Kritik. Vor allem wurde den Machern vorgeworfen, „Marvelisierung“ zu betreiben und dem filmischen ‘Star Trek’-Universum die Seele zu rauben. Alles nur, um eine noch breitere Masse zu erreichen. Auch dass die beiden ersten Teile des Reboots zu düster und zu ernst seien, wurde mit Nachdruck angeprangert. All jenen, die nun wieder mit Feuer und Heugabeln die Sau durchs Dorf treiben wollen, sei gesagt: Lasst es sein.

Fazit: Regisseur Justin Lin lässt es mit ‘Beyond’ wahrlich im ‘Star Trek’-Universum krachen. Denn er hat die richtige Mischung gefunden, ein packendes Weltraumabenteuer zu erzählen und die Reboot-Reihe auf den Höhepunkt zu hieven. Es gibt nicht nur gutes „Trek“-Flair, sondern auch eine tolle Entdeckergeschichte mit kriegerischer Action, geilen Effekten und pointiertem Humor. Das alles macht diesen Streifen zu einem fetzigen Ritt durchs All, der reichlich Spannung und beste Unterhaltung im Gepäck hat. Somit legt die Crew der Enterprise eine Punktlandung hin, die jeden Trekkie, aber auch Science-Fiction-Fans im Allgemeinen begeistern dürfte. Definitiv der bis dato mitreißendste Streifen der Weltraum-Saga … demnach: „Beam me up, Scotty“!