Die freundliche Spinne von Nebenan schwingt sich mit 'Spider-Man: Homecoming' wieder in unsere Kinos. Es ist der erste Solo-Auftritt von Tom Holland als Spider-Man unter der Federführung der Marvel Studios, nachdem er bekanntlich in 'The First Avenger: Civil War' seinen ersten Kurzauftritt hatte. Das alles wird vom noch recht unbekannten Regisseur Jon Watts inszeniert, der in der neuen Superheldengeschichte mehr auf Humor als auf Action setzt. Ob 'Spider-Man: Homecoming' mit dieser Gangart übeezeugen kann und uns Spidey ein rassiges Kinoerlebnis bietet, verraten wir euch in den kommenden Zeilen!

Darum geht’s:

Immer noch euphorisch von dem packenden Kampf mit den Avengers ('The First Avenger: Civil War') kehrt Peter in seine Heimat zurück, wo er mit seiner Tante May in der Bronx und unter dem wachsamen Auge seines neuen Mentors Tony Stark ('Iron Man') lebt. Es fällt ihm jedoch nicht leicht, sich im Alltag als Highschool-Schüler am Tage und als Superheld bei Nacht zurechtzufinden – vielmehr will er beweisen, dass er mehr ist als nur der sympathische Spider-Man aus der Nachbarschaft. Als aber The Vulture als neuer Gegenspieler auftaucht, gerät plötzlich alles, was Peter im Leben wichtig ist, in große Gefahr. Nun muss Spider-Man eine noch größere Bürde auf sich nehmen, um die Stadt vor dessen vernichtenden Plänen zu schützen.

Das ist gut:

Über Robert Downey Jr. als Iron Man muss man nicht viel sagen, das passt ja bekanntlich wie die Faust aufs Auge. Aber eben auch Tom Holland macht seine Sache als Spidey überaus gut. Das wird Fans eines der beliebtesten Comic-Superhelden gefallen. Darüber hinaus werden auch Marisa Tomei ('The First Avenger: Civil War') als Tante May sowie Jon Favreau ('Iron Man') als Happy Hogan ein Auge auf den jungen Helden werfen, während er in Michael Keaton ('Batman', 'RoboCop') als The Vulture einen coolen Gegner findet. Der Cast ist alles in allem prächtig gewählt und das ist auch eine der Stärken der neuen Spider-Man-Verfilmung. Wie eingangs erwähnt spielt der Humor hier eine tragende Rolle, was vor allem am tollpatschigen Spider-Man-Jungspund liegt, ihm aber auch die Herzen der Zuschauer einbringen wird. Ein lustiger, sympathischer Superheld, der noch einiges zu lernen hat. Und dazu eben Iron Man, der hier quasi den Yoda für den jungen Skywalker mimt. Darüber hinaus überzeugt der Film mit tollen Animation, reichlich bildgewaltigen Effekten sowie einer angeregten Superhelden-Geschichte. Natürlich gibt es auch ordentlich Tempo und Action, aber eben nicht in so einem Bombast wie in den anderen Spidey-Filmen. Fans werden sich zudem über etliche Easter-Eggs freuen, die diesen kurzweiligen Streifen gelungen abrunden.

Das ist schlecht:

Rabiate Action und Düsternis darf man hier einfach nicht erwarten. Es ist kein 'Avengers' und noch weniger ein 'Iron Man 3' – es ist 'Spider-Man: Homecoming', der mit kurzweiligem Teen-Superhelden-Spaß auf der Leinwand begeistert.

Fazit: Etwas überraschend ist es schon, aber Tom Holland überzeugt in der Rolle des jungen Spidey-Teens, in einem Film, der mit reichlich Humor, Ironie und Wortwitz um sich wirft. Ihr bekommt hier 133 Minuten Spaßkino. Als Bonus gibt es Iron Man als Mentor, der Spider-Man aber nie die Show stiehlt, sondern als tolle Ergänzung dient. Ein überaus abwechslungsreiches Superheldenabenteuer, das zwar kein Actionspektakel auf Teufel komm raus losfeuert, aber durchweg effekt- und schwungvoll inszeniert wurde. 'Spider-Man: Homecoming' macht einfach Laune und ist mit der charmanteste Streifen in Marvels Filmuniversum!