Der berühmteste Filmspion der Welt begibt sich wieder auf Weltreise, um die Schurken dieser Erde zu jagen. Dabei riecht alles nach Erfolg. Denn der vierte Bond-Streifen mit Daniel Craig hat direkt in Großbritannien mit dem erfolgreichsten Kinostart aller Zeiten Filmgeschichte geschrieben. Auch sonst rappeln die Kassen mit dem neuen Geheimagenten-Thriller, der jetzt schon mehr als 80 Million Dollar einspielte. Doch genug Rahmenprogramm, kommen wir zum britischen Superagenten im Dienste ihrer Majestät. Wir haben nämlich 007 auf seiner neuen Mission um den Globus begleitet und verraten euch in unserer Kinokritik, ob der Blockbuster auch gut geschüttelt und nicht gerührt wurde.

Darum geht’s:
James Bond wird per mysteriöser Nachricht von den Dämonen seiner Vergangenheit eingeholt, woraufhin er unbefugt nach Mexico City aufbricht, und wenig später in Rom landet. Dort trifft er auf die anziehende Lucia Sciarra (Monica Bellucci), ihres Zeichens Witwe eines berühmt-berüchtigten Kriminellen. Mehr durch Zufall rutscht er unerkannt in ein geheimes Treffen hinein und kommt dabei auf die Schliche einer mehr als zwielichtigen Organisation, genannt Spectre. In London torpediert derweil der neue Chef des Centre for National Security, Max Denbigh, den MI6 und stellt auch Bonds Nutzen in Frage. Ja, James Bond bekommt alle Hände voll zu tun, ist an mehreren Fronten unterwegs und muss sich mit einem Komplott, finsteren Gesellen sowie der Zerschlagung einer weltweiten Gefahr beschäftigen. Und dann ist da noch Bonds Jugendfreund, Franz Oberhauser (Christoph Waltz) …

Das ist gut:
Das mittlerweile vierundzwanzigste Abenteuer mit 007 ist sicherlich eines der düstersten der Bond-Geschichte. Das beeindruckt und packt zugleich, da hier sehr viel Wert auf die Figuren gelegt wird sowie deren emotionale Darbietungen. Ein Drama, könnte man nun meinen. Ja, das ist es auch. Doch die Thrillermomente fehlen natürlich nicht. Ebenso wenig wie die geliebte, ganz auf Bond getrimmte Action. Richtig gut gefallen zudem die wechselnden Schauplätze, was dem Film einiges an Abwechslung verleiht. Daniel Craig liefert außerdem noch mal eine perfekte Rolle als Superagent ab. Ein gutes Ende für seinen letzten Auftritt im Geheimdienst ihrer Majestät. Außerdem gibt es starke Rollen für Größen wie Christoph Waltz und Ralph Fiennes. Für das Männerauge bekommt man gleich einen Dreierpack an hinreißenden Damen mit Monica Bellucci, Stephanie Sigman sowie Léa Seydoux geboten. 'Spectre' liefert ein grandioses Gesamtpaket und überzeugt am Ende vor allem mit dem toll durchgezogenen Spannungsbogen, der den Zuschauer die kompletten 148 Minuten auf Bonds Rücken schnallt.

Das ist schlecht:
Es bleibt dabei, wer die alten Bonds abfeiert und auch diesen typisch englischen Charme, der wird auch mit dem vierten Craig-Bond seine Probleme haben. Ist er doch eben alles andere als der 007 im Maßanzug. Ganz zu schweigen von der mittlerweile weitverzweigen Storyline.

Fazit: Regisseur Sam Mendes hat mit seinem zweiten Bond-Streifen einen durchweg spannenden Blockbuster abgeliefert. Ein Film, der perfekt die Balance zwischen Drama, Thriller sowie Bond-Action trifft. Dazu ein wirklich überzeugender Cast, der diesem düsteren 007-Monster das passende Gesicht verleiht. Allen voran Daniel Craig, der ein letztes Mal den anderen Typus Bond zum Besten gibt, und das so stark wie in seinen Rollen zuvor auch. Lange Rede, kurzer Sinn – ein echtes Kinohighlight, das jeden Bond-Fan unter Garantie mitreißen wird!