Ding Dong – James Wan läutet zur siebten Runde der benzintriefenden Actionreihe. Inmitten von schnellen Karren, heißen Babes sowie Rennspektakel gibt es auch ein letztes Mal den verstorbenen Paul Walker auf der großen 'Fast & Furious'-Bühne zu sehen. Aber kann der siebte „Furious“ sowohl mit Neulingen als auch Stammmitgliedern wie Vin Diesel, Dwayne Johnson, Michelle Rodriguez oder Jordana Brewster an alte Erfolge anknüpfen? Wir stiegen ins Auto, drückten das Gaspedal durch und heizten 140 Spielminuten mit den Adrenalinjunkies durch den neuen Blockbuster. Ob sich der Spaß gelohnt hat, verraten wir euch in unserer Kinokritik!

Darum geht’s:

Das Team um Dominic Toretto könnte sich nach seinem endgültigen Sieg gegen den einstigen Dauerfeind Owen Shaw eigentlich zurücklehnen. Doch dadurch haben sie sich unwissentlich ganz neue Probleme aufgehalst. Denn mit dem Tod Shaws haben sie die Wut von Owens Bruder Ian auf sich gezogen, der jetzt natürlich auf blutige Rache sinnt. Somit beginnt einmal mehr eine wilde Hetzjagd quer durchs Land und um die Welt, in der natürlich reichlich Benzindämpfe durch den Auspuff geballert werden. Neben dem Zwist mit Schurke Ian bleibt aber noch genug Zeit für die 'Fast & Furious'-Crew, einige große Dinger zu drehen. Doch das Finale gegen den auf Rache sinnenden Bruder ist am Ende unausweichlich …

Das ist gut:

Man munkelt, dass die Macher für 'Furious 7' rund 250 Millionen US-Dollar verbraten haben sollen. Ob die Zahl stimmt, sei einmal dahingestellt. Aber Regisseur James Wan, der mit Vorliebe Action- sowie Horrorstreifen inszeniert, hat mit dem Budget X jedenfalls einiges aus dem siebten Werk rausgeholt. Neben den alten Hasen fügen sich die neuen Darsteller wie Kurt Russell, Djimon Hounsou, Tony Jaa, Nathalie Emmanuel und Ronda Rousey perfekt in das Rennszenario ein. Nicht zu vergessen Jason Statham, der dem neuen Schurken das gewisse Etwas verleiht und natürlich keine Gefangenen macht. Das gibt dem kompletten Film einen tollen Flow. Der Plot spinnt derweil fröhlich das Universum der Tempo-Crew weiter, reißt dabei allerdings keine Bäume aus. Doch das muss er auch nicht, denn das kräftig pochende Herz bilden auch im siebten Akt die grandiosen Actionsequenzen mitsamt all der coolen Special Effects. Alleine die Szene, in der Autos aus einem Flugzeug fallen und mit dem Fallschirm zu Boden segeln, ist richtig geil. Von solchen Dingern hat der Film einige mehr auf Lager. Sei es die Highspeed-Fahraction oder eben explosive Zerstörungs-Shots, hier wird die geballte Ladung Adrenalin abgefeuert, die jeden Mann vor Freude aus dem Kinosessel aufspringen lässt.

Das ist schlecht:

Am Plot hätte man wirklich noch etwas mehr feilen können und dem ganzen ein wenig mehr Tiefgang verpassen können. Aber gut, für satte Popcornunterhaltung, in der die Action an erster Stelle steht, ist das Ganze noch im Rahmen des Vertretbaren.

James Wan kann man nur ein dickes Lob aussprechen. Sein erstes Mal als 'Fast & Furious'-Regisseur ist im Großen und Ganzen geglückt. Es gibt unverbrauchte Darsteller, mit Statham einen coolen neuen Oberschurken und auch die Stammbesetzung geht wieder in die Vollen. Vor allem, dass man Paul Walker noch ein letztes Mal sehen darf, wird Fans der Reihe erfreuen. In späteren Szenen des Films wird er übrigens von seinen beiden Brüdern Caleb sowie Cody Walker gedoubelt. Motor des Blockbusters bleiben aber die Actionsequenzen, die richtig eindrucksvoll sind und hochdosiert durch die Leinwand geschossen kommen. Das hält bis zur letzten Minute bei der Stange. Somit haben wir am Ende vielleicht nicht den besten 'Fast & FuriousÄ-Teil, aber ohne Zweifel einen der Besseren. Sowohl Fans der Reihe als auch Tempo- sowie Actionfreunde werden jedenfalls einen rasanten Trip erleben. Das ist sicher!