Wer erinnert sich nicht an den Kulthorror „Final Destination“ aus dem Jahr 2000. Genau, der Streifen, wo der Sensenmann Jagd auf ein paar Teenies macht, die selbst den Tod anderer vorhersehen können. 19 Jahre später steht nun „Polaroid“ in den Kinos, wo es einen ähnlich gelagerten Horrortrip gibt, nur mit einer Kamera des Grauens. Die Produzenten von „Ring“ und „The Grudge“ sowie der norwegische Regisseur Lars Klevberg haben sich hier alle Mühe gegeben, euch einen ersten Gruselschocker für das Jahr 2019 zu präsentieren. Wir haben uns die Knipse mal ausgeliehen und verraten euch, ob euch „Polaroid“ gescheites Horror-Kino bietet.

Darum geht’s:

Der Film vom Lars Klevberg basiert auf seinem gleichnamigen Kurzfilm, den er nun auf Spielfilmlänge getrimmt hat. Es geht in „Polaroid“ um die Highschool-Einzelgängerin Bird Fitcher, die eines Tages über eine mysteriöse Polaroidkamera stolpert. Hätte sie das Teil bloß liegengelassen. Denn die Kamera birgt ein finsteres Geheimnis, einen Fluch. Jeder Mensch, der damit fotografiert wird, stirbt auf grausame Art und Weise. Natürlich dauert es nicht lange, bis Bird dahinterkommt, doch was tun? Vor allem hat sie schon wild mit dem Teil rumgeknipst. Shit happens…!

Das ist gut/Das ist schlecht:

„Polaroid“ bietet thematisch alles andere als Neues und böse Zungen werden nicht ganz zu unrecht sagen, dass einem Horror von der Stange geboten wird. Auf der anderen Seite sorgt eine gute Inszenierung eines solchen Horrorplots unter Genrefreunden dann doch immer wieder für großen Filmspaß. Und das kann man Lars Klevberg attestieren, der hier einen stimmigen Grusel-Schocker auf die Leinwand gebracht hat.

Ab und an merkt man zwar, dass hier ein Kurzfilm als Vorlage diente, wirken einige Szenen doch sehr gestreckt. Aber am Ende zünden die effektvollen Schocker-Parts, es gibt eine tolle Düsteratmosphäre und auch der Cast mit Madelaine Petsch („The Hive“), Kathryn Prescott („Finding Carter“), Katie Stevens („Friends & Romans“), Grace Zabriskie („The Grudge“) sowie Javier Botet, den Horrorfans aus „[REC]“ und „Conjuring 2“ kennen, überzeugt.

Fazit: Ohne Frage wird „Polaroid“ als Horror-Schocker nicht den Innovationspreis 2019 abstauben. Aber der Film ist definitiv einen Besuch im Kino wert für alle Fans, die das Horrorgenre feiern. Ein effektvoller, spannender Genrebeitrag, der euch in knackigen 88 Minuten unterhaltsames Gruselkino bietet!