Die kleinen gelben Spaßgranaten bekommen mit diesem Streifen ihre ganz eigene Bühne, nachdem sie in 'Ich – Einfach unverbesserlich' 1 & 2 von angedachten drolligen Statisten zu den eigentlichen Stars wurden. Die aberlustigen Minions sind dabei nicht nur bei Kindern oder Frauen beliebt, sondern auch bei Männern. Das ist auch kein Wunder, erinnern sie uns an eine Kumpeltruppe, die sich ordentlich einen gesoffen hat. Sie reden in einer unverständlichen Sprache, lachen, wenn sich der andere auf die Nase legt, prügeln sich untereinander und stellen gemeinsam Blödsinn an. Die Minions kann man einfach nur gernhaben. Und deshalb haben wir uns ihren ersten eigenen Kinostreifen angeschaut. Ob die gelben Chaoten in ihrem Spin-off-Abenteuer überzeugen können, verraten wir euch in unserer Kinokritik.

Darum geht’s:

Die Minions – seit Bestehen dieser eigenartigen Lebensform auf unserem Planeten, sind sie ewig auf der Suche nach dem Oberschurken ihres Vertrauens. Einem Übervater, dem sie folgen und dienen können. Wir alle kennen nur Gru aus 'Ich – Einfach unverbesserlich'. Doch vor ihm gab es eine ganze Latte anderer böser Anführer, die den Minions jedoch immer wieder auf diverse Art und Weise „abhanden“ gekommen sind. Das reicht vom T-Rex in der Urzeit, über den ägyptischen Pharao oder Napoleon. Der Film zeigt diese lange Reise und die immerwährende Suche nach einem gescheiten Big Boss. Doch irgendwann kommt ein Zeitpunkt, an dem sie nicht fündig werden, und so verfallen sie in eine Art depressive Phase, so ganz ohne schurkische Leitfigur. Nur Kevin, Stuart und Bob wollen nicht aufgeben und begeben sich auf die Suche, um in Übersee fündig zu werden. Sie landen im New York der Sechziger und treffen dort auf die berüchtigte Scarlett Overkill. Eine Göttin, die das Trio als kommende Anführerin der Minions ins Auge gefasst hat. Doch so einfach wird die Sache nicht!

Das ist gut:

Man durfte schon ein wenig skeptisch sein, ob die Minions als Hauptfiguren genauso gut funktionieren würden wie im Megaerfolg 'Ich – Einfach unverbesserlich'. Doch die Bedenken kann man locker beiseiteschieben. Die gelben Rabauken bringen wieder sowohl diese unvergleichliche Situationskomik als auch den Minions-Charme in diesen Animationsstreifen ein, dass man zum Dauergrinsen verleitet wird. Denn ganz ehrlich, schon diese herrlich behämmerte Banana-Fantasiesprache ist schon zum Schießen. Nebenbei gibt es etliche skurrile Figuren sowie durchgeknallte Ereignisse, die in eine flotte Story eingebaut wurden. Ebenso gefallen die 3D-Effekte – und noch eine Ecke mehr: der coole 60er-Soundtrack, der für eine passende Atmosphäre sorgt.

Das ist schlecht:

Insgesamt ist die gelbe Flut an Minions-Klamauk eine runde Sache. Wenn man etwas bemängeln möchte, dann, dass der Humor in dieser Masse nicht immer abwechslungsreich ist, und auch die eine oder andere Situation an 'Ich – Einfach unverbesserlich' erinnert. Aber das ist bereits Nörgeln auf hohem Niveau.

Fazit: Alles in allem muss man den Machern attestieren, dass sie mit dem ersten eigenen Kinoabenteuer der Minions alles richtig gemacht haben. Die Story ist zwar einfach, aber wirklich dynamisch und mit viel Witz ausgestattet. Die Minions feuern im Sekundentakt lustige Szenen aus der Leinwand und sind ja generell schon urkomisch, sowohl mit ihrer Mimik als auch der eigenen Sprache. Allesamt Faktoren, die in dieser geballten Ladung von Anfang bis Ende unterhalten. Einfach ein riesiger Spaß für Groß und Klein, für Mann und Frau sowie Hardcore-Minions-Fans. Baaanaaanaaa-Action deluxe!