Filme um U-Boote erfreuen sich seit jeher großer Beliebtheit, egal ob seinerzeit mit „Das Boot“ oder jüngst mit „Hunter Killer“. Jetzt geht es mit „Kursk“ im Kino weiter, der euch in einem Unterseeboot in die dunklen Tiefen führt. Das mit reichlich Spannung und Drama, geht es im Film doch um das tragische Unglück auf dem U-Boot K-141 Kursk, welches vor 19 Jahren um die Welt ging. Diese Katastrophe, hat nun der dänische Regisseur Thomas Vinterberg („Die Jagd“) auf die Leinwand gebracht – unter anderem mit Oscarpreisträger Colin Firth. Wir sind mit an Bord gegangen und verraten euch, ob sich diese Tauchfahrt lohnt.

Darum geht’s:

Für alle, die es nur noch vage in Erinnerung oder gar nicht mitbekommen haben, ein paar Details, worum es in „Kursk“ geht: Wir schreiben das Jahr 2000 – am 10. August läuft das russische U-Boot K-141 Kursk mit 118 Mann an Bord für ein Manöver in die Barentssee aus. Einen Tag später explodiert auf See ein Torpedo und die bis dato als unsinkbar geltende K-141 Kursk endet auf dem Meeresgrund.

Nur 23 Männer schaffen es, sich in den hinteren Bereich des U-Boots zu retten. Nun warten sie auf Hilfe und die muss schnell erfolgen. Leider weigert sich Russland aus Angst vor Spionage, Hilfe von anderen Staaten anzunehmen. „Kursk“ zeigt das Drama unter Wasser, aber auch die Geschehnisse an Land in Bezug auf die Rettungskräfte, Hinterbliebenen und den politischen Konflikt.

Das ist gut/Das ist schlecht:

Thomas Vinterberg ist es mit „Kursk“ sehr gut gelungen, ein mitreißendes und denkwürdiges Ereignis auf die Leinwand zu bringen. Sehr authentisch mit reichlich Tiefgang und dem Kernthema eines Überlebenskampfes. Dabei startet alles mit der Vorstellung der Besatzung, friedlich auf einem Hochzeitsfest, bevor die große Katastrophe über die Männer der Kursk hereinbricht.

Während die 23 Männer nach der unvergleichlichen Tragödie der Explosion auf dem Meeresgrund um ihr Leben kämpfen müssen, gerät an der Oberfläche die Rettungsaktion wegen des falschen Nationalstolz der russischen Regierung ins Stocken. Im Film zeigt Vinterberg dabei auch die verzweifelten Angehörigen und Entscheidungsträger für die Rettungsaktion.

Was besonders gefällt ist, dass man hier auf die menschlichen Aspekte setzt und keinen Popcorn-Katastrophenfilm gemacht hat. So geht einem das Schicksal der eingeschlossenen Männer ziemlich an die Nieren und man leidet mit ihnen mit. Durch die verschieden Ebenen des Films besitzt der Film reichlich Tiefgang und hält seine Spannung von Anfang bis zum bitteren Ende.

Fazit: Dieses historische Drama, das am Ende alle Havarierten des U-Boots das Leben kostete, wurde als Filmstoff in Form eines ergreifenden Schauspiels von Regisseur Thomas Vinterberg brillant inszeniert. Mit sehr viel Feingefühl, indem er das Thema Leben und Tod zum zentralen Motto seines Werks machte. Zudem stehen hier alle Beteiligten im Vordergrund, deren Gefühle und Ängste man zu spüren bekommt. „Kursk“ ist ein ernstes Katastrophendrama – unter Wasser, aber auch an Land. Ein Film, der nachdenklich stimmt und noch lange nach dem Abspann im Kopf herumspukt.