Die nach einem dritten Teil gierende Meute kann endlich tosenden Beifall klatschen. Denn er ist wieder da, unser aktuell liebster Profikiller John Wick. Wir erinnern uns an die Vorgänger des Action-Thrillers, die wie Granaten einschlugen. Wurden doch die Zuschauer mit Style, Spannung, Härte und vor allem Tempo, Tempo und noch mal Tempo aus dem Kinosessel geschossen. Nun steht nach dem Überraschungserfolg das dritte Kapitel an, in dem Keanu Reeves abermals in die Rolle des knallharten Wick schlüpft. Nur, dass er jetzt der Gejagte ist. Ob Teil drei wieder ein Actionfest geworden ist, oder man Mr. Wick lieber in den Ruhestand schicken sollte, erfahrt ihr in unserer Kinokritik.

Darum geht’s:

Im dritten Kapitel der adrenalingeladenen Action-Reihe kehrt der Auftragskiller par excellence John Wick mit voller Wucht zurück. Nachdem er bekanntlich ein Mitglied der geheimnisvollen Assassinen-Gilde tötete, wurde Wick zum „Excommunicado“ erklärt. Mit eingeschlossen ist dabei ein Kopfgeld von satten 14 Millionen Dollar, die auf ihn ausgesetzt sind. Nun gerät John Wick weltweit ins Visier der skrupellosesten Auftragskiller, die jeden seiner Schritte verfolgen. John Wick befindet sich auf der Flucht - vom Jäger zum Gejagten.

Das ist gut/Das ist schlecht:

Fans der „John Wick“-Reihe dürfen sich auf einen langen Action-Ritt freuen, der dieses Mal stolze 132 Minuten andauert. In diesen mehr als zwei Stunden kommen alle auf ihre Kosten, die den Style der ersten Teile liebten. Heißt, brutale Action und ein extrem hohes Tempo, in dem Krawall-Szenen sowie virtuose Kampfchoreografien in gewollter Überdosis geliefert werden. Da wird geballert, erschlagen, massakriert und gemeuchelt, bis es kein Morgen gibt.

Es reihen sich minutenlange Kampfszenen aneinander – und das mit durchgedrücktem Gaspedal. Positiv fällt dabei Keanu Reeves auf, dem man sein hartes Martial-Arts-, Waffen- sowie Fahrtraining für den Streifen in jeder Sekunde des Films anmerkt. Generell wird hier vieles selbst gemacht und man bekommt nur ganz wenig digital bearbeitete Action-Szenen zu sehen. Dafür ein dickes Dankeschön an Regisseur und Ex-Stuntman Chad Stahelski!

Richtig gut einmal mehr auch der Cast, zu dem einmal mehr Ian McShane, Laurence Fishburne und Lance Reddick gehören – und Zuwachs bekommen durch Asia Kate Dillon, Anjelica Huston, Halle Berry sowie Mark Dacascos. Das Einzige, was man bemängeln könnte, wenn man das will, ist, dass auch Teil drei etwas mehr Storytiefe hätte vertragen können. Aber sei es drum, das ist bei dieser Reihe zu verschmerzen.

Fazit: Denn „John Wick: Kapitel 3“ ist fantastisches Action-Kino, das mit seinem eigenen Style eine ganz neue Welt erschaffen hat. Alles in diesem Film schaut einfach nur saucool aus. Dazu die komplexen Stunts, die ausufernde Action und zischende Spannung – so geht Krawall-Kino mit Stil. Und außerdem … Keanu Reeves – die Rolle seines Lebens nach Neo aus „Matrix“. Kurz gesagt: Geht ins Kino, zieht ein Ticket für diesen famosen Action-Trip, geht anschließend bestens unterhalten nach Hause, legt euch ins Bett und träumt von einem vierten Teil!