Der Profikiller John Wick wütet wieder und lässt die nach einem zweiten Teil gierende Meute Beifall klatschen. Schließlich schlug der Vorgänger des Action-Thrillers ein wie eine Granate, und spülte den Zuschauer mit Style, Spannung, Härte und vor allem Tempo, Tempo, Tempo aus dem Kinosessel. Nun steht nach dem Überraschungserfolg das Sequel an, in dem Keanu Reeves abermals in die Rolle des knallharten Killers Wick schlüpft. Dabei bekommt er mit Laurence Fishburne einen neuen Bösewicht vorgesetzt. Stellt sich die Frage, ob Regisseur Chad Stahelski, der als Stuntkoordinator mit Filmen wie ‘Matrix Reloaded’, ‘300’ sowie ‘Die Tribute von Panem – The Hunger Games’ echte Kracher in seiner Vita hat, auch hier ein Action-Feuerwerk abliefert. Deshalb haben wir John Wick im Kino begleitet und verraten euch, ob er lieber wieder in den Ruhestand gehen sollte, oder er uns einmal mehr mit Freude durchs Kino treibt!

Darum geht’s:

John Wick will nun endlich seine wohlverdiente Rente genießen und das mit seinem neuen Hund. Doch auch dieses Mal wird daraus nichts. Denn sein ehemaliger Kollege Santino D'Antonio macht Wicks Rentenpläne zunichte, weil er eine mysteriöse Organisation von Killern übernehmen will. Da Wick einen Blutschwur geleistet hatte, muss er nun seinen ominösen Freund dabei unterstützen. Das führt John nach Rom, doch da geht der Spaß richtig los. Denn man hat ihn auf eine Abschussliste gesetzt, woraufhin eine Meute der gefährlichsten Killer der Welt Jagd auf den Auftragsmörder im Ruhestand macht. Sein größter Widersacher ist dabei der biestige Bowler King. Doch John Wick wäre nicht John Wick, wenn er sich nicht zur Wehr zu setzen wüsste. Mit etlichen Tricks im Ärmel beginnt ein Clash der Killer, in dem Wick auf spektakuläre Art und Weise seinen Jägern entgegentritt.

Das ist gut:

Wer den ersten Teil für seine gewaltige Action und das derbe hohe Tempo liebte, kommt auch im Sequel vollends auf seine Kosten. Denn in Bezug auf kompromisslose Action unterscheiden sich beide Streifen in keiner Weise. Da wird geballert, erschlagen, massakriert und gemeuchelt, bis es kein Morgen mehr gibt. Kapitel 2 ist dabei noch eine ganze Ecke härter als der Vorgänger, aber das selbstverständlich immer mit mächtig viel Style und virtuosen Kampfchoreografien. Hier gibt es einfach gewaltig was ins Gesicht geballert, auch weil Drama-Elemente komplett entfernt wurden. Da reihen sich minutenlange Kampfszenen aneinander und das mit durchgedrücktem Gaspedal. Positiv fällt dabei Keanu Reeves auf, dem man sein hartes Martial-Arts-, Waffen- sowie Fahrtraining für den Streifen in jeder Sekunde des Films anmerkt. Schon klar, dass die Story hier zu kurz kommt, was für das „Gun Fu“-Genre total normal ist. Dennoch ist es interessant, dass man definitiv einen tieferen Blick in das ‘John Wick’-Universum erhält. Zu guter Letzt hat uns noch Laurence Fishburne als Bad Guy Bowler King gefallen, der einen tollen Gegenpart zu „Boogeyman“ Wick stellt.

Das ist schlecht:

‘John Wick: Kapitel 2’ ist halt ein Actioner von der ersten bis zur letzten Minute. Bei all den Kampfsequenzen könnten Zuschauer, die auf mehr Story stehen, sicherlich irgendwann gelangweilt abwinken.

Fazit: John Wick ist wieder da und lässt es ein weiteres Mal gewaltig im Kino krachen. Da hat es sich für ihn echt gelohnt, seinen schwarzen Hitman-Anzug aus dem Schrank geholt zu haben. Vor allem Keanu Reeves beeindruckt als cooler Superkiller und legt noch mal eine Schippe drauf auf seine ohnehin schon meisterliche Performance des ersten Teils. Dazu diese massive Action und der gute Grad an Härte, die das Sequel zu einer wahnsinnigen Achterbahnfahrt machen, bei der das Tempo Herzrhythmusstörungen verursacht. Ja, viel Lobhudelei, aber ‘John Wick 2’ ist für jeden Actionfan ein paradiesisches Erlebnis. Wer den Erstling mochte, wird ohne Frage den zweiten Killerstreich lieben. Keanu Reeves ist ganz klar auf dem besten Weg, mit John Wick eine echte Action-Ikone zu schaffen. Ein echtes Brett – also schnell rein ins Kino!