Einer gegen alle – Jack Reacher ist zurück! Vor vier Jahren überraschte ‘Jack Reacher’ mit unterhaltsamer Thriller-Action. Jetzt kommt der zweite Teil ins Kino, nur mit anderem Regisseur. Neu an der Filmklappe ist Edward Zwick, der bereits mit Krachern wie ‘Last Samurai’ oder ‘Blood Diamond’ überzeugte. Wieder mit dabei ist Tom Cruise als kultiger Ermittler Jack Reacher, der mit Cobie Smulders (‘How I Met Your Mother’, ‘Avengers’) jetzt ein wirklich heißes Eisen zur Seite gestellt bekommen hat. Gute Voraussetzungen also für einen fulminanten zweiten Teil. Ob der Nachfolger aber letzten Endes so toll mitreißen kann wie der Erstling, haben wir uns im Kino angesehen.

Darum geht’s:

Jack Reacher konnte endlich seinen Namen wieder reinwaschen und ist zur Ruhe gekommen. Da kommt eine Einladung zum Abendessen in seiner alten Militärbasis im Bundesstaat Virginia gerade recht. Eine tolle Sache, auch weil er Susan Turner, die Kommandantin seiner alten Einheit treffen will. Dort angekommen, wird es schnell wieder kompliziert. Denn Turner ist verhaftet worden und ein neuer Kommandant hat das Sagen über die Einheit. Doch das war noch nicht alles, Jack Reacher wird vor Ort des Mordes beschuldigt. Ein Mord, den der ehemalige Militärpolizist vor 16 Jahren begangen haben soll. Jetzt sitzt er wieder im Schlamassel, muss seine Unschuld beweisen und zugleich herausfinden, was es mit der Verhaftung von Susan auf sich hat. Doch das wird kein Zuckerschlecken und endet in einer wilden Hatz.

Das ist gut:

Ganz klar, Regisseur Edward Zwick ist der richtige Mann gewesen, um eine gescheite Fortsetzung zu starten. Denn er legt direkt von Beginn an ein schnelles Tempo vor und kommt zur Sache. Das ist dem Krimi-/Spionageplot sehr dienlich. Es gibt reichlich Thrill und eine gute Portion Action mit etlichen Spannungsmomenten, die im Zusammenspiel einen unterhaltsamen Actionthriller ergeben. Da kommt wirklich von Anfang an keinerlei Langeweile auf und alles mündet in einem fulminanten Finale, das man auch locker in all die Bournes- und Bonds-Enden hätte packen können. Hervorheben muss man auch Tom Cruise sowie sexy Cobie Smulders, die dynamische Hauptfiguren abgeben. Und, das kann man dem alternden Cruise gar nicht hoch genug anrechnen, er hat auch dieses Mal wieder alle Stunts selbst gemacht. Respekt!

Das ist schlecht:

Ein wenig mehr Tiefe, gerade in Bezug auf die neuen Charaktere, hätte nicht geschadet. Und nicht vergessen: keine falsche Erwartungshaltung – Action-Thriller, nicht Popcorn-Action!

Fazit: Wie eingangs erwähnt, die erste filmische Umsetzung der erfolgreichen ‘Jack Reacher’-Buchreihe von Lee Child war ein Überraschungshit. Der zweite Teil steht dem in nichts nach, nur muss man das Wort „Überraschung“ subtrahieren. Dieser Streifen bietet 118 spannende Kinominuten und einen tollen Cast. Ja, da lohnt es sich, die Kohle an der Kinokasse zu lassen, wenn man Bock auf einen rassigen Actionthriller hat. Fürs Auge gibt es was mit der schnuckeligen Cobie Smulders und mit Cruise einen toughen Actionhelden. Gerade diese Basis des einsamen Wolfes, von wegen einer gegen alle, zieht doch immer. Action-Fans kommen schlussendlich voll auf ihre Kosten und können sich auf einen mächtigen Konkurrenten zu Jason Bourne freuen!