Nach einigen Verschiebungen des Kinostarts ist es soweit, die gar nicht ernstgemeinte Fortsetzung des SciFi-Spektakels „Iron Sky 2: The Coming Race“ marschiert in die deutschen Kinos ein. Ein spezielles Dankeschön geht an alle Fans, die es mit ihren Spenden erst möglich gemacht haben, dass es der „Iron Sky“-Nachfolger nach einer Ewigkeit in die Kinos geschafft hat. Ob die Low-Budget-Produktion der Sauriernazi-Komödie so spaßig ist wie der Vorgänger oder ob das Ganze im unerträglichen Trash-Sumpf abgesoffen ist, verraten wir euch in unserer Kinokritik.

Darum geht’s:

„Iron Sky 2“ führt die Menschheit in den ultimativen Endkampf gegen ihren Erzfeind: Nazi-Zombie-Hitler mit seiner prähistorischen Kampfdinosaurier-Armee. 20 Jahre, nachdem die Nazis vom Mond aus einen Nuklearkrieg begannen, ist die Erde unbewohnbar geworden. Seitdem formieren sich die Überlebenden zu einer großen Kolonie auf der ehemaligen Mondbasis der Braunhemden. Doch der Trabant droht auseinanderzubrechen.

Die einzig verbleibende Möglichkeit für Wissenschaftlerin Obi Washington: Flucht ins Erdinnere. Auf ihrer Mission zu einer dort verborgenen Stadt trifft die Tochter von Renate Richter und James Washington aber keineswegs auf standhafte Verbündete. Stattdessen begegnet sie einer vormenschlichen Dinosaurierwelt und früheren Weltherrschern, die sich unter ihrer menschlichen Maske nur versteckt gehalten haben.

Seit Jahrhunderten kontrollieren die „Vril“ die irdischen Staatsregierungen – mit dem Ziel, die Vorherrschaft ihrer reptiloiden Rasse über die Menschen zu erringen. Ein Wettrennen um die Zukunft beginnt. Obi Washingtons größter Konkurrent: Adolf Hitler auf einem T-Rex!

Das ist gut/Das ist schlecht:

Nach gut anderthalb Stunden voller Trash, Nazi-Zombies, einer prähistorischen Armee und nicht zuletzt Adolf Hitler auf einem T-Rex sitzt man da und sagt sich, was einen da gerade überrollt hat. Es war eine turbulente, wahnwitzige und vor allem tiefschwarze Mond-Nazi-Komödie, die keinen Deut weniger toll unterhält als der Vorgänger. Vorausgesetzt man steht auf diesen irren Trash, denn wer einen Hollywood-Blockbuster erwartet, ist hier komplett fehl am Platz.

Wobei die Effekte recht gelungen sind. Noch eine Ecke mehr überzeugen hier der respektlose Humor sowie die gesunde Portion Selbstironie. Hinzu kommt der illustre Cast mit Udo Kier („Downsizing“, „Blade“), Julia Dietze („Fack ju Göhte 3“), Lara Rossi („You (Us) Me“), Vladimir Burlakov („Deutschland 83“) oder Tom Green („Road Trip“). Was hingegen den Spaß etwas torpediert, sind die stellenweise platten Dialoge.

Zudem geht die eine oder andere Parodie-Szene in die Hose. Aber insgesamt schafft es „Iron Sky 2: The Coming Race“, sich auf dem Niveau des beliebten ersten Teils zu bewegen.

Fazit: Independent-Regisseur Timo Vuorensola präsentiert nicht anders zu erwarten reichlich durchgeknallten Kinospaß. Das fast durchweg mit einem hochgradig genialen Unterhaltungswert im Trash-Format. Eine Mondnazi-Komödie mit wahnwitziger Action, reichlich Parodie und Satire.  „Iron Sky 2: The Coming Race“ ist eine Riesengaudi und ein trashiges Fest – aber ausschließlich für Fans des Genres. In diesem Sinne … Mondnazis never die!