Zum Start des neuen Jahres 2018 darf man sich im Kino wieder ordentlich gruseln. Denn der vierte Akt der „Insidious“-Reihe ist da und will erneut rassiges Geisterkino anbieten. Wie „Insidious 3“ ist auch „Insidious 4: The Last Key“ ein Prequel, das sich mit der paranormalen Paralleldimension der ersten beiden Teile „Insidious“ und „Insidious: Chapter 2“ beschäftigt. Regisseur Adam Robitel hat für dieses Prequel einen guten Cast um sich versammelt – mit Spencer Locke („Resident Evil: Extinction“), Marcus Henderson („Get Out”) sowie dem Stammpersonal Lin Shaye, Angus Sampson und Leigh Whannell. Doch kann Kapitel vier uns in seiner Gesamtheit abermals so gut das Fürchten lehren wie zuvor? Das haben wir uns im Kino angesehen und verraten euch, ob der Streifen für alle Geisterfans ein frühes Kino-Highlight geworden ist!

Darum geht’s:

Die Parapsychologin Elise Rainier wird immer dann um Hilfe gebeten, wenn unerklärliche, geisterhafte Phänomene auftreten. Rainier (Lin Shaye) lebt zusammen mit ihren beiden Geisterjägern Specs (Leigh Whannell) und Tucker (Angus Sampson) in einem Haus. Sie haben zusammen die Firma Spectral Sightings gegründet. Klar, dass die drei sich mit allen Spukproblemen beschäftigen, die ihnen zugetragen werden. Ihr neuer Auftrag führt das Trio in die alte Heimat Elise Rainiers – ein kleines Nest in New Mexico. Genauer gesagt geht es in das Haus, in dem sie selbst aufgewachsen ist. Dort lauert bereits eine dunkle Macht, die den drei einiges abverlangt.

Das ist gut:

Kenner und Fans der vorangegangen Teile werden sich auch in „The Last Key“ direkt zu Hause fühlen. Vor allem, weil die stetige Konstante Elise Rainier hier Dreh- und Angelpunkt ist. Das passt, ebenso wie die ab und an etwas vorhersehbare, aber immerzu spannende Story. Was den Horror betrifft, weiß Teil 4 durchweg zu überzeugen. Die bitterbösen paranormalen Erscheinungen besitzen einen herrlichen Gruselfaktor, es gibt deftige Jumpscares und generell etliche schaurige Momente. Das durchweg mit einer wunderbar düsteren Atmosphäre, in der sich die zahlreichen Schockmomente bestens austoben können. In Bezug auf die Stimmung und das Setting fühlt man sich immer wieder an alte Klassiker wie „Poltergeist“ erinnert. Das macht Laune und so werden Genrefans mit einem insgesamt einträchtigen Geisterschocker beschenkt.

Das ist schlecht:

Auch wenn der Plot insgesamt sehr spannend inszeniert wurde, braucht man keine großen kreativen Sprünge erwarten. Zudem ist die eine oder andere Schocksequenz etwas vorhersehbar, aber das hält sich unter dem Strich in Grenzen. Eher fragwürdig ist die Rolle von Geisterjägergehilfe Angus Sampson, der hier mehr als lustiger Sidekick agiert. So hätte man diese witzigen Szenen mit ihm durchaus komplett aus dem Film streichen können, um sich komplett auf den Düsterhorror zu konzentrieren.

Fazit: „Insidious - The Last Key“ ist alles in allem ein richtig stimmiger Gruselschocker, der tiefer in die Horror-Reihe blicken lässt. Die meisten Jumpscares zünden und die durchweg schaurige Atmosphäre weiß ebenfalls zu gefallen. Erfreulicherweise auch absolut unblutig geht es hier durchweg um von Geistern und Dämonen verbreiteten Horror, die bekanntlich keine Opfer mit abtrennten Körperteilen zurücklassen. Wer also auf die Machart eines „Poltergeist“ steht oder Fan der Reihe ist, wird an „Insidious - The Last Key“ seine wahre Gruselfreude haben!