Willkommen im Hotel Artemis! In dieser Woche startet ein wirklich besonderer Streifen im Kino. Zumal sich nicht nur die Mischung aus Gangsterfilm, Neo-Noir Sci-Fi und dystopischem Actionthriller eine Besondere ist. Auch der Plot mit Jodie Foster als Leiterin eines düsteren Krankenhauses ist äußerst reizvoll. Inszeniert wurde der Film von Drew Pearce („Iron Man 3“), der sich neben Foster, Jeff Goldblum, Sterling K. Brown, Sofia Boutella und Dave Bautista ein facettenreiches Charakter-Ensemble ans Set geholt hat. Das wollten wir unbedingt sehen und haben im Hotel Artemis eingecheckt. In den folgenden Zeilen berichten wir euch, was wir alles gesehen haben und ob ihr uns in dieses exklusive Krankenhaus folgen solltet.

Darum geht’s:

Im Los Angeles des Jahres 2028 versinken die Straßen der Stadt im Chaos eines außer Kontrolle geratenen Bürgeraufstands. Für Waikiki und seine Kumpanen ist es die perfekte Gelegenheit, eine Bank zu überfallen. Als ihr Raubzug vom Kugelhagel der Polizei unterbrochen wird, bleibt der schwerverletzten Gang nur ein Ort, an den sie sich retten kann. Das Hotel Artemis – ein längst zum Mythos erklärtes, geheimes Krankenhaus für Schwerverbrecher. Unter der Obhut der „Schwester“ und ihrem Assistenten glaubt sich Waikiki zunächst sicher. Doch der wahre Ärger beginnt, als plötzlich weitere Outlaws im Hotel einchecken. Denn mit der französischen Auftragskillerin Nice oder dem Waffenhändler Acapulco ist nicht gut Kirschen essen – und dann verwirrt sich auch noch die verletzte Polizistin Morgan nach Artemis.

Das ist gut:

Nach den rund 94 Spielminuten ist klar, dass Drew Pearce hier ein grandioses Szenario erschaffen hat mit einem frischen, sehr spannenden Plot. „Hotel Artemis“ begeistert aber auch deshalb, weil dieser Cast so unglaublich gut in die Sci-Fi-Szenerie passt. Die Charaktere haben alle einiges an Tiefgang aufzuweisen, seien es Traumata oder eine interessante Hintergrundstory. Dies füllt den Streifen mit Masse, wobei niemand auf wilde Actionszenen mit massig Thrill verzichten muss. Außerdem könnt ihr euch auf ein wahrhaftiges bluttriefendes Finale freuen.

Es ist schlicht ein außergewöhnlicher, adrenalingeladener Neo-Noir-Thriller, für dessen Mut man Drew Pearce danken muss, ihn genau so zu inszenieren. Hier bekommt man in knackigen anderthalb Stunden flotte Unterhaltung geboten, alles mit einer finsterschönen Atmosphäre versehen. Aber noch mal kurz zum Cast: Allein die 55-jährige Jodie Foster als alte, schräge Sprüche klopfende Krankenhausoberin – großartig! Ein Lob zum Schluss geht auch an die Set-Designer, die hier wahnsinnig stimmige und detaillierte Kulissen erschaffen haben.

Das ist schlecht:

Viel zu meckern gibt es eigentlich nicht. Eher Makel im Detail, die am Ende aber den positiven Gesamteindruck nicht schmälern. So bewegen sich einige Dialoge nah an einer Holzlatte und hätten durchaus mehr Dynamik haben dürfen. Ansonsten aber geben wir hier grünes Licht.

Fazit: So viel müssen wir zum Abschluss gar nicht mehr sagen. „Hotel Artemis“ ist einfach ein innovativer Düster-Thriller mit einem herrlichen Genre-Mix. Der Streifen ist ungewöhnlich, ja, aber so erfrischend anders als die aktuelle Hollywood-Masse. Wer sich drauf einlässt und sich in die Klinik einweisen lässt, bekommt spannende, actionreiche Unterhaltung! Ganz klar unserer Kinohighlight der Woche!