Es ist soweit, der knallbunte Haufen interstellarer Superhelden entert in der draufgängerischen zweiten „Guardians“-Verfilmung die Kinos. Die Vorfreude auf die illustre Truppe um Star-Lord Peter Quill (Chris Pratt), Drax den Zerstörer (Dave Bautista), Gamora (Zoe Zaldana), Rocket Racoon (Stimme: Bradley Cooper) und Baby Groot (Stimme: Vin Diesel) ist natürlich riesig, erwies sich der erste Teil 2014 doch als Überraschungshit. Auch in 'Guardians of the Galaxy Vol. 2' sind alle Weichen auf zünftige Superhelden-Action mit jeder Menge Humor gestellt. Deshalb haben wir uns dem Team um Peter Quill erneut angeschlossen und uns das neue Abenteuer im Kino angesehen. Auf den kommenden Zeilen verraten wir euch, ob Teil zwei nach seinen zwei Stunden und 18 Minuten wirklich mit dem fulminanten Vorgänger mithalten kann.

Darum geht’s:

Es ist Zeit für ein neues Abenteuer in die Weiten des Weltalls. 'Guardians of the Galaxy Vol. 2' knüpft dabei an die Ereignisse des Erstlings an. Nachdem die fünf Chaoten zu einer Ersatzfamilie zusammengewachsen sind, machen sie gemeinsam die entlegensten Winkel des Weltraums unsicher. Dabei forscht Quill nach seiner wahren Herkunft, nachdem er erfahren hat, dass er nur zur Hälfte Mensch ist. Auf seinen Abenteuern wird das Team mit zahlreichen Gefahren konfrontiert. Neben Quills gerissenem Ersatzvater Yondu bekommen sie es mit Gamoras rachsüchtiger Schwester Nebula und der Anführerin des Noca Corps, Irani, zu tun. Und auch Oberbösewicht Thanos zieht im Hintergrund die Strippen.

Das ist gut:

Wie schon im ersten Teil ist diese Comicverfilmung schon allein wegen der unkonventionellen Art ein echter Hingucker. Sei es die schräge Geschichte oder die herrlich verrückten Figuren, die „Guardians“ sind einfach eine Truppe für sich. Genau das ist im zweiten Teil die Basis, die einmal mehr gefällt. Es sind diese extrem sympathischen Figuren und ihre Beziehungen, die weiter ausgebaut werden. Natürlich sind die Visual Effects großartig, die Action ist wild, die Dialoge gewitzt und es gibt reichlich Humor, der immer etwas zu lachen oder schmunzeln anbietet. Dazu der grandiose Retro-Soundtrack, „Awesome Mix Vol 2“ genannt, der die passende Stimmung erzeugt. Aber am Ende des Tages sind es die Charaktere, die diesen Film zu dem machen, was er ist: ein liebenswürdig chaotisches Heldengewitter im All. Selbst Groot, der im zweiten Teil „nur“ noch ein Mini-Groot ist, erreicht wieder Kultstatus. Generell ist der Cast perfekt besetzt und bekommt tollen Zuwachs mit Kurt Russell, Elizabeth Debicki und Pom Klementieff. Außerdem gibt es mit Nathan Fillion und Actionstar Sylvester Stallone zwei amüsante Gastauftritte zu sehen. Der zweite Teil macht eigentlich alles richtig, auch, weil er sich abermals selbst nicht zu ernst nimmt.

Das ist schlecht:

Wenn man wirklich etwas Kritisches sehen will, hat eigentlich nur der Plot seine Kratzer. Denn er ist schon recht vorhersehbar und einfallslos. Aber hey, das ist letztendlich total egal, weil die Charaktere und die Action diesen Plot vollends egalisieren. Verrückt, oder?

Fazit: 'Guardians of the Galaxy Vol. 2' ist eine echte Spaßgranate. Wer nach der Vorstellung ohne Lächeln aus dem Kino wandert, geht zum Lachen sonst wohl nur in den Keller. Das gilt natürlich nur für Marvel- und Superheldenfans, alle anderen sollten derartigen Filmen eh fernbleiben. Wie dem auch sei, hier gibt es eine tolle Mischung aus Weltraum-Abenteuer, viel Klamauk, einem coolen 80er-Sound und grandiosen Charakteren, die man alle in sein Herz schließt. Dieser Streifen hüpft herrlich frech aus dem Korsett üblicher Marvel-Filme und das macht ihn einfach so besonders. Kurz gesagt, wer Bock auf ein humorvolles, emotionales und actionreiches Sci-Fi-Abenteuer mit skurrilen Helden hat, bekommt mit den „Guardians“ wieder die volle Dröhnung Kinounterhaltung!