Was haben die Wachowskis in der Vergangenheit mit der 'Matrix'-Trilogie, 'V wie Vendetta' oder auch 'Cloud Atlas' für coole Bild- sowie Effektspektakel aufgefahren. Da kann man sich wirklich auf dieses spannende SciFi-Adventure freuen. Ebenso auf die bezaubernde Mila Kunis an der Seite von Channing Tatum in den Hauptrollen. Das sind eigentlich alles gute Voraussetzungen für ein neues Science-Fiction-Epos. Oder war das alles am Ende nur Augenwischerei und die lose Hoffnung auf einen neuen Weltraumhit? Wir sind mal fix von der Erde durch die Galaxis geflogen und verraten euch, ob ihr für diesen Blockbuster Geld an der Kinokasse lockermachen solltet!

Darum geht’s:
'Jupiter Ascending' führt euch in eine Welt, in der das Universum vom gigantischen Industrieimperium Abrasax regiert wird. In diesem Szenario rückt die kleine, mickrig-scheinende Erde in den Fokus dieses Übervolkes. Denn dort lebt eine junge Frau mit dem Namen Jupiter, die bis dato nicht wirklich mit Erfolgen gesegnet ist. So schlägt sie sich mit Arbeiten als Putzfrau durchs Leben. Was sie nicht weiß: Ihre Gene sind eine Gefahr für die Abrasax, denn sie könnte den Thron der uralten Familiendynastie beanspruchen. Ein menschliches Wesen als Königin des Universums? Das kann das Imperium natürlich nicht zulassen und schickt seine Häscher aus. Jupiter kann sich jedoch glücklich schätzen, Hilfe durch den genetisch manipulierten Ex-Soldaten Cain zu bekommen, der ihr Leben retten will. Mit der Zeit wird Jupiter bewusst, welche Macht und Verantwortung sie besitzt.



Das ist gut:
Wie zu erwarten, werden eure Augen mit krassen Effekten torpediert. Es gibt stellenweise ein wunderbar hohes Tempo mit spektakulären Kamerafahrten, die euch durch das Weltall treiben. Sehr cool sind zudem die vielen, gut gemachten Kampfszenen mit jeder Menge Explosionen. Actionkino halt, in dem aber der Abenteuerfaktor nicht zu kurz kommt. Diese Mischung ist wirklich gut inszeniert. Technisch wurde hier viel Aufwand betrieben, aber das verwundert nicht bei den gigantischen Produktionskosten. Optisch gefällt natürlich Mila Kunis, die eine ganz steile Karriere hinlegt. Von der Putzfrau zur potenziellen Königin des Universums. Wobei man fairerweise sagen muss, dass sowohl Mila Kunis als auch Channing Tatum ihre Rollen ganz gut spielen.

Das ist schlecht:
Allerdings hackt es hier und da an einigen sehr miesen Dialogen. Wobei diese noch eher zu verzeihen sind als der lachhafte Bösewicht in Form von Eddie Redmayne, der mehr einem bemitleidenswerten Clown gleicht als einem furchteinflößenden Oberfiesling. Was zudem ärgert: In dem guten Plot steckt noch wesentlich mehr, als man letztendlich zu sehen bekommt. Das Herausarbeiten der außerirdischen Gesellschaft ist gelungen. Aber dass am Ende, egal ob nun Mensch oder Außerirdischer, alle nur eines im Sinn haben – nämlich Macht und Geld – ist doch etwas dünn und oberflächlich.

'Jupiter Ascending' ist schlussendlich ein glitzerndes SciFi-Adventure, das aber nicht ohne ein blaues Auge davonkommt. Die Mischung aus Abenteuer und fulminanter Action ist toll. Wobei der echte Kracher die Optik mit dem sehr ungewöhnlichen Look in einem ausgefallenen Produktionsdesign ist. Außerdem bekommt ihr hier effektmäßig die volle Ladung auf einem sehr hohen Niveau ab. Doch hinter dem beeindruckenden Bilderkrieg hapert es inhaltlich an Ecken wie dem Bösewicht, den Dialogen sowie der Ausarbeitung des Plots. Hier wäre so viel mehr dringewesen. Nichtsdestotrotz: Ein wirklich kurzweiliger und vor allem bildgewaltiger Blockbuster, an dem sowohl SciFi- als auch Action-Freunde ihre Freude haben werden.