Spätestens seit der „SAW“-Reihe wissen wir, dass Rätsel und Puzzles in Horror-Thrillern keine fröhlichen Freizeitbeschäftigungen sind. Eher tödliche Labyrinthe, perfide Todesfallen und alles andere als Spaßmacher. Mit „Escape Room“ inszeniert von Adam Robitel („Insidious: The Last Key“), kommt nun ein Film in die Kinos, in dem das alles einmal mehr im Mittelpunkt steht – in einem potenziell heftigen, blutigen Überlebenskampf. Wir haben uns in den Escape Room gewagt und verraten euch in unserer Kinokritik, ob ihr diesen auch unbedingt betreten solltet.

Darum geht’s:

Zunächst beginnt das Spiel für Zoey, Ben, Jason, Mike, Amanda und Danny eher harmlos. Die sechs erhalten eine kleine mysteriöse Box per Post, die sich auf den ersten Blick nicht öffnen lässt. Ist ihr Rätsel jedoch erst einmal gelöst, enthält sie eine Einladung für ein Escape Game von Minos. Zudem winken dem Gewinner überaus attraktive 10.000 US-Dollar Preisgeld.

Doch der Entscheidung, an diesem besonderen Escape Game teilzunehmen, folgt blankes Entsetzen. In jedem Raum sind geschickt Hinweise versteckt, die die Teilnehmer an traumatische Ereignisse in ihrer Vergangenheit erinnern, die sie bisher ganz bewusst verdrängt hatten. Und dann müssen sie auch noch feststellen, dass sie sich freiwillig in eine tödliche Falle begeben haben – können sie ihr entkommen?

Das ist gut/Das ist schlecht:

Ohne Frage, der Plot ist alles andere als neu. Muss er auch nicht unbedingt sein, wenn zumindest die bösen Rätsel und Todesfallen intelligent ausgedacht und eingesetzt werden. Das ist in „Escape Room“ durchweg der Fall, weshalb Horror-Thriller-Freunde hier mit vielen spannenden Momenten und tollen Effekten bestens unterhalten werden.

Zudem gefällt der Cast mit Taylor Russell („Lost in Space“), Logan Miller („The Walking Dead“), Deborah Ann Woll („True Blood“, „The Defenders“) sowie Jay Ellis („Insecure“), Tyler Labine („Planet der Affen: Prevolution“) und Nik Dodani („Atypical“). Wobei die Figuren allesamt ruhig etwas mehr Tiefgang hätten vertragen können.

Aber der Unterhaltungsgrad ist hoch und man bekommt rund 100 Minuten lang besten, stimmungsvollen Psychoterror geboten, der zuweilen mit coolen Schockern überzeugt und glücklicherweise Jump Scares jeglicher Art in der Schublade lässt. Was ebenso gefällt, ist, dass „Escape Room“ sich weit weg von Torture-Porn-Streifen bewegt, also auf ausufernde Folterszenen verzichtet.

Fazit: „Escape Room“ erfindet das Genre nun nicht neu. Aber der Streifen erweitert das Genre rund um den Puzzle-Horror wirklich gut. Effektvolles und spannendes Thriller-Kino mit ganz viel Popcorn-Unterhaltung, weshalb man mit „Escape Room“ einen fesselnden, kurzweiligen Kinoabend verleben kann.