Es rappelt, kracht und zappelt wild – die neue Action-Bestie will raus! Sie wurde jetzt in Form des Endzeit-Action-Blockbusters 'Mad Max: Fury Road' befreit. Wer hätte nach dem dritten Mad Max anno 1985 daran geglaubt, dass es noch mal Max Rockatansky auf der Leinwand geben würde? Regisseur George Miller wollte zwar immer wieder, hatte sich aber dafür schlussendlich läppische 30 Jahre Zeit gelassen. Doch was lange währt, wird endlich gut – das kann man vorab schon sagen, auch ohne Mel Gibson werden Post-Apokalypse-Fans vollends bedient. Wir haben uns angeschnallt und uns angesehen, was hier so alles über die Leinwand gefeuert wird. Ein Kandidat für einen neuen Endzeitkultfilm? Die Antwort gibt es in den nachfolgenden Zeilen!

Darum geht’s:

Ex-Polizist Max Rockatansky ist ein Einzelkämpfer, der sich durch das Ödland der Postapokalypse kämpft. Mitten in dieser staubigen Welt gerät er in die Gefangenschaft des brutalen Warlords Immortan Joe und wird zum Sklaven. Doch in den Reihen des Tyrannen gibt es Menschen wie Joes Vertraute Furiosa, die der ganzen Barbarei, dem Irrsinn, entfliehen wollen. In einem unachtsamen Moment gelingt es ihr auch, mit ein paar anderen zu fliehen. Sie schnappen sich einen mächtigen Kampf-Tanklaster und brettern aus der Terrorherrschaft. Dabei kommt auch Max frei, der sich ihnen anschließt. Doch Immortan Joe ist nun mächtig wütend und macht mit seiner Freak-Armee Jagd auf die Abtrünnigen, die es nach Greenplace schaffen wollen, einen fruchtbareren Ort des Friedens. Doch bis dieses Ziel erreicht werden kann, muss man sich erst mal in einem derbe brutalen Straßenkrieg als Sieger erweisen – der außerordentlich blutig wird!

Das ist gut:

Die Trailer zeigten bereits in Ansätzen, wohin die Reise mit 'Fury Road' hingehen würde. Dass der Streifen aber während der kompletten Spielzeit jeden Zuschauer rannimmt, als gäbe es kein Morgen mehr, ist unbeschreiblich. Regisseur George Miller fährt hier nicht nur ein unglaublich hohes Tempo, er lässt zudem eine bildgewaltige Action-Dampfwalze los, dass man sich nach dem Film fühlt, vom Tanklaster höchstpersönlich überrollt worden zu sein. Actiontechnisch passt hier einfach alles und das ohne übertriebene Technik. Nein – es gibt zum Großteil sowohl handgemachte Stunts als auch mit großem Aufwand produzierte Effekte. Es fliegen gefühlt sekündlich Dinge in die Luft, es wird im Nah- sowie Fernkampf gefightet, geile Endzeitkarren schießen durch die Wüste, Freaks halten ihre irren Fratzen in die Kamera und der neue Mad Max zieht bei allem die Fäden. Auch wenn Mel Gibson nicht mehr den Endzeithelden mimt, muss man nach dem 120-minütigen Actionfeuerwerk sagen, dass sich Tom Hardy als brillante Besetzung für den modernen Mad Max erweist. Wobei auch Hugh Keays-Byrne als Warlord Immortan Joe sowie Charlize Theron als Furiosa gut abgehen und eine starke Bildpräsenz zeigen. Insgesamt spricht hier das Actionspektakel eine eigene Sprache, wobei viel mehr noch die Atmosphäre überzeugt. Denn trotz der 30 Jahre nach dem letzten Teil und neuen Schauspielern entsteht ein tolles Mad-Max-Feeling, das den trashigen Mythos neu belebt!

Das ist schlecht:

Sollte auch nur einer über die, nennen wir es mal „übersichtliche“ Story meckern, der wird ohne Umwege in ein ganz tiefes Loch geworfen. Denn der Plot ist nur Beiwerk und das ist auch gut so. Nebengeplänkel, tiefsinnige Dialoge oder ausgemalte Charaktere würden diesem Streifen nur schaden!

'Mad Max: Fury Road' zerfetzt die Sinne – nach zwei Stunden Ödland-Endzeit sitzt man geflasht vor der Kinoleinwand und fragt sich, was einen da gerade überrollt hat. Es war Actionbombast allererster Güte, mitten in die Fresse! Dieser Film schafft es ohne große Genreklischees, mit furioser Oldschool-Action zu begeistern. Es gibt dabei nur wenige Szenen, die ohne Wahnsinn und Überdrehtheit auskommen, wenn man mitgerissen vom Vollgas-Spektakel George Millers wird. Der Auftakt zur neuen Mad-Max-Trilogie ist ein exzessiver, hochstilisierter Bilderkrieg mit bester Postapokalypse-Stimmung. Vor allem wurde der Bogen zu den drei Kultwerken der 80er blendend geschlagen. Zudem wurden die Themen um Gewaltherrschaft, Macht, Widerstand sowie den Drang nach Freiheit hervorragend herausgearbeitet. Kurzum: Es ist nicht nur der abgedrehteste Streifen der letzten Jahre, sondern auch der spektakulärste Adrenalin-überdosierte Blockbuster! Drum seht her, hier kommt der neue Botschafter des Actionkinos – Endzeitkultfilm!