2016 sorgte Regisseur Fede Alvarez mit „Don't Breathe“ für einen wahren Filmkracher, der beim Publikum prächtig ankam. Nun steht mit „Don't Breathe 2“ der heiß erwartete Nachfolger des Survival-Horror-Thrillers im Kino. Auch dieses Mal gilt wieder das Motto „Nicht atmen!“, wenn man überleben will. Doch kann der neuerliche Horrortrip einmal mehr den packenden Psycho-Schocker geben wie der fulminante erste Teil? Wir haben es uns angesehen und verraten es euch in den kommenden Zeilen. 

Darum geht’s:

Um nicht zu viel zu verraten, halten wir uns hier kurz. Teil zwei setzt einige Jahre nach den Ereignissen des Vorgängers an: Nachdem im Haus des blinden Mannes Norman Nordstrom eingebrochen wurde – und das bekanntlich tödliche Folgen hatte –, lebt er mittlerweile einsam und gänzlich zurückgezogen. Doch dann holt Norman seine düstere Vergangenheit ein, deren Sünden er sich nun stellen muss.

Das ist gut/Das ist schlecht:

Während Teil eins noch Überraschungsmomente hatte, aufgrund der frischen Story um den blinden Mann, der in seinem Haus Jagd auf Einbrecher machte, ist dies natürlich im Nachfolger nicht mehr der Fall. Und doch kann Stephen Lang als blinder Schrecken Norman Nordstrom einmal mehr überzeugen.

Denn der blinde alte Ex-Marine weiß sich auch im zweiten Teil zu wehren – und macht hierbei absolut keine Gefangenen, weshalb auch das FSK-18-Siegel mehr als gerechtfertigt ist. Daher stellt euch auf einige harsche und brutale Szenen ein, die sich ins Hirn hämmern. Diesbezüglich bewegt sich „Don't Breathe 2“ definitiv auf Augenhöhe mit dem ersten Teil.

Wobei nein, es geht noch heftiger zur Sache mit sowohl blutiger Splatter-Action als auch in Sachen Bodycount. Was gut gefällt: Hier sind die Grenzen zwischen den Guten und Bösen fließend. Klar, Nordstrom ist kein Kind von Traurigkeit, aber die neuen Antagonisten … nun da rutschen die Sympathiewerte schon das eine oder andere Mal in Richtung des blinden Antihelden.

Zumal die neuen Gegner des blinden Einzelkämpfers ziemlich unsympathisch gezeichnet wurden und auch extrem verkommen gezeichnet wurden. Sich deshalb auf die Seite des Einbruchopfers zu schlagen, fällt daher recht leicht. So schafft es auch der zweite Teil in Bezug auf die Spannung, Düsterstimmung und natürlich die brutalen Szenen zu überzeugen.

Im Gegensatz zum ersten Teil hat man es aber an der einen oder anderen Stelle plottechnisch etwas überzogen, was sich in teils behämmerten Aktionen der Protagonisten zeigt. Aber diese sind am Ende zu verkraften, bekommt man doch die meiste Zeit einen nervenaufreibenden und fesselnden Psycho-Schocker geboten.

Fazit: Auch wenn „Don't Breathe“ der Überraschungseffekt des ersten Teils fehlt, so ist der Film schlussendlich ein bissiger Psycho-Schocker, der die Geschichte um den blinden Ex-Marine Norman Nordstrom gut fortsetzt. Dafür verantwortlich ist natürlich auch Stephen Lang, der wieder in seiner Rolle glänzt. Darüber hinaus geht es im zweiten Teil eben wesentlich rabiater zur Sache als beim Vorgänger. Genrefreunde und Fans des ersten Teils werden daher sicher nicht enttäuscht den Kinosaal verlassen.