Was haben Kinder damals beim ersten 'Jurassic Park' 1993 gebannt vor der Leinwand gesessen, als die effektvollen Dinosaurier auf den Zuschauer losgelassen wurden. Der Film bildete seinerzeit auch den Startschuss für einen wahren Hype voller Faszination für die Urzeit-Ungetüme. Jetzt, 14 Jahre nach 'Jurassic Park III', wird das Saurier-Franchise ebenso modern wie hochstilisiert wiederbelebt. Mit 'Guardians of the Galaxy'-Liebling Chris Pratt in der Hauptrolle, gibt es bildgewaltige Giganten-Action von Regie-Newcomer Colin Trevorrow, dem Steven Spielberg als Mann hinter den Kulissen zur Seite stand. Ob uns 'Jurassic World' so geil unterhalten kann wie damals, verraten wir euch in unserer Kinokritik. Wir haben uns nämlich ins Disneyland der Dinosaurier gewagt!

Darum geht’s:
Damals, auf der abgelegenen Insel Isla Nublar, geriet der Dinosaurier-Themenpark bekanntlich vollends außer Kontrolle. Nun, 20 Jahre später, steht das noch mal vergrößerte Areal wieder – und das mit noch mehr Dinos als je zuvor. Doch die Besucherzahlen sinken rapide, weshalb sich die kühle Parkmanagerin Claire Dearing (Bryce Dallas Howard) eine neue Attraktion ausdenkt. Sie will mit einer Neuzüchtung eines noch gefährlicheren Dinos die Massen wieder anlocken. Doch dieser Saurier-Hybrid ist so gefährlich, dass dem Park ein ähnliches Schicksal wie damals droht. Auch andere genmanipulierte Urzeitviecher machen nämlich ordentlich Randale. Hier ist Tiertrainer Owen gefragt, der die Gefahren dieser Experimente kommen sieht. Endet das Ganze also abermals in einem riesigen Desaster?



Das ist gut:
124 Minuten Dino-Mania, ja, das bekommt man mit 'Jurassic World' grandios präsentiert. Allen voran liefert hier Chris Pratt als Tierbändiger eine exzellente Performance ab. Richtig cool sind zudem die sehr beeindruckenden Effekte, die einem auf gigantische Dino-Art von der Leinwand aus um die Ohren fliegen. Das ist Action, wie sie solch eine Art Blockbuster liefern muss. Die Supersaurier oder auch die Standardversionen sind imposant und bringen eine erneute Faszination um die Urzeit ins Kino. Was jedoch noch um einiges besser gefällt, ist, dass der Film auch ein ernstes Thema in diesen Streifen einbaut. Nämlich den Umgang mit und die Ausbeutung der Tiere auf unserer Erde. Der Film vermittelt sehr gut, dass die Geschöpfe des Parks nicht bloß böse sind, sondern vor allem vom Menschen dazu gemacht wurden. Das wird im Film toll transportiert, ohne dabei das Actionspektakel mit Langatmigkeit zu torpedieren. Dafür beide Raptorkrallen nach oben!

Das ist schlecht:
Der Streifen hat sicherlich ein paar Ecken und Kanten, aber die sollte man getrost unter den Teppich des Themenparks kehren.

Fazit: Willkommen zur Wiederveröffentlichung des Hightech-Themenparks – im Disneyland der gefräßigen Urzeitgiganten! 'Jurassic World' macht Spaß, so richtig Spaß, wenn man Freude an Dinosauriern, effektvoller Action sowie Chris Pratt hat – das sind nämlich die drei großen Zugpferde des Films. Das Coole ist zudem, dass es der Streifen bei all den Hollywood-Blockbuster-Trademarks schafft, den Zuschauer noch zum Nachdenken anzuregen. Geht es doch auf den zweiten Blick auch um die Ausbeutung der Tierwelt auf diesem Planeten. Das ist genial miteinander verknüpft, weshalb man am Ende eine rundum gelungene Show mit Grips zu sehen bekommt. Also zieht eine Eintrittskarte für die Wiederveröffentlichung des Dinosaurier-Themenparks – ihr werdet es nicht bereuen. Vorausgesetzt, ihr werdet nicht gefressen!