Feuer frei – die Fortsetzung des irren Comic-Psychopathen ist im Kino aufgeschlagen und Deadpool hat seine Pistolenkugeln mit Worten wie „reichlich Spaß“, „blutiges Spektakel“ und „dreckige Sprüche“ graviert. Damit ballert er nonstop und will im zweiten Teil abermals die Zuschauer erheitern. Selbstverständlich hat sich Ryan Reynolds wieder den Anzug des anarchischen Anti-Superhelden übergezogen. Auf dem Regiestuhl saß indes David Leitch, der schon mit „John Wick“ für abgedrehte Action gesorgt hatte. Dies alles sind beste Voraussetzungen für eine weitere Unterhaltungsbombe. Ob das dem herrlich durchgehämmerten Deadpool mit seiner großen Fresse und dieser gigantischen Selbstironie gelungen ist, verraten wir euch in unserer Kinokritik!

Darum geht’s:

Nachdem er eine beinahe tödliche Rinderattacke überlebte, setzt ein entstellter Cafeteria-Koch alles daran, seinen Traum zu verwirklichen, der heißeste Barkeeper Mayberrys zu werden, während er zudem noch mit dem Verlust seines Geschmacksinns zurechtkommen muss. Auf der Suche nach neuer Schärfe in seinem Leben – als auch einem Fluxkompensator – muss Wade gegen Ninjas, die Yakuza und eine Horde sexuell aggressiver Hunde kämpfen. Dabei reist er um die Welt, entdeckt die Bedeutung von Familie, Freundschaft und Flavour, findet neuen Geschmack an Abenteuern und verdient den begehrten Kaffeebecher-Titel „World’s Best Lover“. Alles klar?

Okay, anders ausgedrückt – im zweiten Teil bekommt es Deadpool mit Bösewicht Cable zu tun, der warum auch immer Jagd auf den Nachwuchsmutanten Firefist macht. Da Deadpool den Jungspund mag, stellt er sich ganz ehrenhaft Cable in den Weg und da kracht es natürlich gewaltig. Alleine ist Deadpool wieder mal nicht, steht ihm doch seine X-Force zur Seite. Mit illustren Typen wie Domino, Bedlam, Zeitgeist sowie Peter.

Das ist gut:

Was soll man sagen, in „Deadpool 2“ bekommt man in 120 Minuten die volle Ladung Spaß-Action ins Gesicht geschleudert. Es gibt schlicht mehr von allem – mehr Action, mehr Witz, mehr Drama, mehr Derbheit und auch mehr Abwechslung als ohnehin schon. Wer bei dieser Fortsetzung nicht mit einem Lachen aus dem Kino geht, frisst auch kleine Kinder … im Keller. Spaß beiseite, „Deadpool 2“ feuert aus allen Rohren mit so viel Kurzweil, dass man zu keiner Sekunde Luft holen, noch so etwas wie Langeweile verspüren kann. Teil zwei knallt vor allem mehr Action-Sequenzen raus und macht aus dem Sequel somit eine wahrhaft feurige Action-Komödie, die jetzt zu einem runden Superheldenfilm mutiert ist. Klar, Witz und Humor gibt es immer noch im Übermaß, aber wenn es ernst wird, macht man damit kurz Pause – und das tut dem ganzen Streifen gut. Am Ende des Tages bleibt es aber die definitiv witzigste Superheldeninszenierung, die man zu sehen bekommen kann. Das hat sich auch mit dem Nachfolger nicht geändert. Grandios sind zudem die erhöhten Schlagzahlen an Comic- sowie Film-Anspielungen und eine ganze Horde an coolen Gastauftritten.

Das ist schlecht:

Also es gibt in Sequels … „aaaaah Deadpool… neiiiin…. Stop! Ich bin ja schon ruhig!“

Fazit: Applaus, Applaus – Deadpool ist zurück und so stark wie nie. „Deadpool 2“ ist eine mehr als geglückte Fortsetzung, die den ersten Teil phasenweise sogar übertrumpft. Vor allem, dass mehr Action eingesetzt wurde, es mehr dramatische Szenen gibt, macht aus dem Sequel eine rundum gelungene Sache. So geht Megaunterhaltung im Kino – und das mit einem Deadpool, der dieses Mal nicht nur als ballernder Witzbold in die Kamera blickt, sondern eben auch seine ernsthafte Heldenseite zeigt. Aber keine Sorge, eure Lachmuskeln werden am Ende bis zur letzten Faser trainiert. Also rein in „Deadpool 2“ und sehet, wie der irre Lieblingspsycho die Jungs von „Infinity War“ in Grund und Boden hämmert – Deadpool ist eben der Highlander unter den Superhelden!