Jetzt ist er da, der neue Blockbuster mit Sylvester Stallone. Ein Freudenfest für Fans, die das Rocky-Spin-off sehnsüchtig erwartet haben. Das Boxerdrama hat gerade erst seinen ersten Preis eingestrichen, und zwar den Emmy für Sylvester Stallone als besten Nebendarsteller. Kein Wunder, ist Sly auch als gealterter Rocky Balboa in seiner Paraderolle. Wie dem auch sei, der siebte Teil des Franchise ist natürlich ein Boxerdrama, wie man es kennt. Ein Film, wie man ihn erwartet hat – mit der Hoffnung, dass sich nun der Kreis endgültig schließt. Drum haben wir uns den Streifen angesehen und sagen euch, ob Rocky den Sohn des verstorbenen Freundes Apollo Creed ordentlich trainiert hat und als Mentor taugt!

Darum geht’s:
Rockys letzter Kampf gegen Mason „The Line“ Dixon liegt in der Vergangenheit. Aber die Finger vom Boxen kann die Legende nicht lassen. Deshalb trainiert der ehemalige Weltmeister im Schwergewicht Talente in einem Box-Gym. Da stiefelt eines Tages ein Jungspund mit dem Namen Adonis Johnson hinein. Der Nachwuchsboxer ist auf der Suche nach einem Trainer, aber auch nach einem Mentor. Wie sich herausstellt, ist Adonis der Sohn des verstorbenen Boxers Apollo Creed – allen bekannt als Ringgegner, Trainer und Freund Rocky Balboas. Da ist für den „Italian Stallion“ klar, dass er sich um den Jungen kümmern muss, und er unterstützt ihn bei dessen Boxkarriere.

Das ist gut:
Auch wenn Rocky das erste Mal nicht aktiv im Ring steht und Stallone erstmalig nicht das Skript schrieb – das Flair des gigantischen Franchises hat der noch recht neue Regisseur Ryan Coogler klasse eingefangen. Generell will 'Creed' auch kein neuer 'Rocky' sein, sondern er ist eher als eine große Verbeugung vor dem Original zu verstehen. Das spürt man in etlichen Szenen und das dürfte jedem Fan absolut gefallen. Die Fortsetzung zieht darüber hinaus ihre Stärke aus dem tollen Duo. Stallone fungiert als Mentor und Lehrer grandios und auch der neue Boxer im Ring, gespielt von Michael B. Jordan, überzeugt auf ganzer Linie. Es gibt viel Drama, Emotionen und starken Boxsport zu sehen. Der Weg vom Jungboxer zum Weltmeisterschaftskampf reißt dabei abermals mit. Vor allem, dass es Ryan Coogler gelingt, endlich den Kreis zu schließen und Apollo Creed ein Vermächtnis zu erschaffen, macht diesen Streifen zu einem gelungenen Boxstreifen. Nicht zu vergessen, dass er den alten Rocky-Plot auf der einen Seite neu erzählt und auf der anderen Seite das Epos gescheit fortsetzt.

Das ist schlecht:
Box- und Rocky-Fans werden diesen Streifen feiern, da sind wir uns ganz sicher. Deshalb lassen wir marginale Schwächen am Plot einfach mal unter den Tisch fallen.

Fazit: 'Creed' macht als Fortsetzung und Hommage an das Original alles richtig. Er baut mit bekanntem Plot einen jungen frischen Boxer auf, lässt uns Rockys Geschichte zeitgleich weiterleben. Fans werden bei diesem Streifen definitiv in Erinnerungen schwelgen – einem Film, der aber auch weiß, dass er weit mehr ist als ein billiger Abklatsch des Originals. 'Creed' bietet Spannung, Emotionen und versteht es, jeden Boxfreund auf seine Seite zu ziehen, mitfiebern zu lassen und noch mehr zu unterhalten. Das alles mit einem perfekten Cast, den man gerne in einer weiteren Fortsetzung sehen würde. Denn Rocky lebt, ebenso wie der neue Champ am Boxhimmel! Danke dafür!