Willkommen, Kinofreunde! Es ist so weit, das kleine Puppendreckstück ist wieder da und wetzt nicht nur unter euren Betten sein Messer. Der psychopathische Serienkiller Charles Lee Ray ist nicht totzukriegen in seiner Mörderpuppenreinkarnation. Das verdanken wir Regisseur Lars Klevberg („Polaroid“), der für das Reboot des Horrorklassikers „Child's Play“ von 1988 die grantige rothaarige Puppe auferstehen lässt. Wir haben Chucky im Kino besucht und geschaut, ob er dieses Mal mit modernster Technik in der Nachbarschaft eine neue Metzelorgie feiert.

Darum geht’s:

Chucky, die Mörderpuppe, ist wieder da! Zum Plot kann man sich relativ kurzfassen. Im Reboot sorgt Chucky einmal mehr für Angst und Schrecken. Das Grauen beginnt, als die alleinerziehende Mutter Karen ihrem Sohn Andy ahnungslos eine Puppe schenkt. Es ist eine sogenannte „Buddi Doll“, die mit neuen technischen Features ausgestattet ist. Doof, dass darin der Geist des Massenmörders steckt und erweckt wird.

Tja und somit hat der kleine Chucky jetzt ungeahnte Fähigkeiten, die den Puppenterror 2.0 auslösen. Für alle, die bis dato noch nie einen der Chucky-Filme gesehen haben, eine Kurzfassung, wie alles begann. 1988 startete Charles Lee Ray seinen tödlichen Raubzug in „Chucky – Die Mörderpuppe“. Doch nicht in Gestalt eines stattlichen Mannes, sondern in Form der kultigen „Good-Guy“-Puppe.

Charles Lee Ray starb und verfrachtete seine dämonische Seele in dieses Kinderspielzeug, um weiterzuleben. Die ersten Leidtragenden waren die Mitglieder der Familie Barclay, deren Sohn Andy diese Puppe zum sechsten Geburtstag geschenkt bekommen hatte …

Das ist gut/Das ist schlecht:

Hier gibt es im Vergleich zum Original einen typischen, aber immer wieder unterhaltsamen Chucky-Plot. Ob generell ein Reboot eines derartigen Horror-Slasher-Klassikers nötig ist, darüber lässt sich streiten. Nun ist die Neuauflage aber da – und kommt als erfrischend aufgebauter Slasher daher.

Vor allem, weil Regisseur Lars Klevberg das Internet hergenommen hat, um Chucky eine weitere Möglichkeit zu geben, den Schrecken bei seinen Opfern auf eine andere Ebene zu hieven. Was ebenso gefällt, ist das flotte Tempo des 90-minütigen Puppenterrors. In diesem wird vor allem knallhartes Slasher-Kino mit Splatter-Effekten geboten, aber eben auch seichte Satire.

Das harmoniert prächtig, weshalb sich „Child’s Play“ gut von der Masse der Horror-Reboots abheben kann. Zudem können sich die Spezialeffekte sehen lassen, erstrahlt Chucky doch so miesepetrig und bedrohlich wie lange nicht mehr. Außerdem sitzen die Schockmomente, die sich perfekt in der generell unheilschwangeren Atmosphäre entladen.

Fazit: Bei der Vielzahl an Reboots und Remakes fällt es einem oftmals schwer, noch gut gemachte Streifen darunter zu finden. Gerade im Horror-Sektor haben so viele Filme eher enttäuscht oder sind direkt baden gegangen. Dieses Schicksal wird „Child's Play“ nicht erleiden, da man hier intelligent den Plot des 88er-Originals noch einmal erzählt, diesen aber mit neuen, modernen Kniffen aufgepeppt hat. So bekommt gerade Chucky neue Mittel in die Hand, um seine Opfer zu terrorisieren. Kurz gesagt: Wer Fan der Mörderpuppe ist und Bock auf einen schnittigen, modernen Slasher hat, sollte definitiv ein Kinoticket lösen und sich das neue Treiben des Charles Lee Ray ansehen!