Ach ja, der gute Nachbarschaftsstreit. In Deutschland nur allzu gut bekannt, nur dass die meisten keine Waffen im Haus haben, wie die US-Version von zerstrittenen Nachbarn. Aber wir schweifen ab, mit ‘Bad Neighbors 2’ geht es jedenfalls in die nächste Runde des total eskalierenden, sauwitzigen Anwohner-Beefs. Natürlich mit Ulkikone Seth Rogen, der zusammen mit Zac Efron, Rose Byrne, Chloë Grace Moretz, Selena Gomez und Lisa Kudrow Teil einer illustren Gesellschaft in dieser herrlichen Chaoskomödie bildet. Wir haben uns zwischen die Fronten geworfen und verraten euch in unserer Kinokritik, ob der Nachfolger ähnlich spaßig geworden ist wie der sensationelle erste Teil!

Darum geht’s:

Mac und Kelly Radner können endlich durchatmen. Ihr Töchterchen weiß mittlerweile zu schlafen, als Nächte durchzuschreien, das Paar erwartet sogar weiteren Nachwuchs und auch in der Nachbarschaft herrscht wieder Ruhe. Die Radners wollen dennoch in die gepflegte Vorstadt ziehen und deshalb ihr Haus verkaufen. Während sie auf der Suche sind, zieht nebenan eine neue Studentenverbindung ein. Und die Mädels haben es faustdick hinter den Ohren. Shelby und ihre Mitbewohnerinnen machen nämlich aus dem Anwesen ein Verbindungshaus, in dem alle Uni-Vorschriften über Bord geworfen werden und in dem man richtig die Sau rauslässt. Na dann: Auf gute Nachbarschaft! Denn durch die Partybutze verliert das Haus der Radners natürlich an Marktwert. Da gibt es nur eine Lösung: Die unliebsamen Störenfriede loswerden und das mit Hilfe ihres Ex-Rivalen Teddy. Die Schlacht gegen die Party-Bitches ist eröffnet!

Das ist gut:

Es war schon gut gewählt, Nicholas Stoller wieder als Regisseur auf den Stuhl zu setzen. Schließlich hat er mit dem ersten Teil international volle Kanone eingeschlagen. Teil zwei steht dem Erstling dabei in nichts nach. Was positiv überrascht, kennen wir ja alle die Krux mit den Fortsetzungen von überaus erfolgreichen Filmen. ‘Bad Neighbors 2’ sorgt für reichlich Kurzweil, geile Situationskomik, sitzende Gags und etliche urkomische Szenen, die ordentlich die Lachmuskeln trainieren. Das ist einfach ein großer Kinospaß. Dabei kann man Seth Rogen und Kollegen gar nicht hoch genug anrechnen, dass sie nicht auf Teufel komm’ raus versucht haben, den Film noch witziger zu machen als den Erstling. Der Nachfolger ist auch nicht actionreicher oder verrückter als der Vorgänger. Nein, der Streifen bewegt sich auf dem gleichen hohen Niveau und das ist auch die Stärke der Komödie. Eigentlich haben sie die Latte noch etwas höher gelegt, denn der Film spricht auch ernstere Themen an wie Feminismus und Gewalt, ohne dabei Witz und Komik zu sprengen.

Das ist schlecht:

Auch wenn die Macher dieser Komödie auf den zweiten Blick einige ernste Themen verpasst haben, die komödiantisch eingepflegt wurden, so wird die Story an sich keinen Preis für tiefgängiges Kino gewinnen. Wer also etwas anderes als Popcorn-Kino erwartet, sollte einen Bogen um diesen Streifen machen. Allerdings auch alle, die auf genretypische, herbe Gags nicht klarkommen.

Fazit: Na, das ist doch mal eine Überraschung. Ein Komödien-Sequel, das sich definitiv auf dem gleichen, hohen Niveau des ersten Teils befindet und eventuell sogar noch ‘nen Tacken besser ist. Vor allem deshalb, da man nicht versucht hat, den Vorgänger in Witz und Übertreibung zu überbieten. Hier sorgen einfach die Chaos-Story, der coole Cast, die passenden Gags und reichlich skurrile Szenen für jede Menge Lacher. Ein aberwitziger Nachbarschaftskrieg und alles im allem definitiv der neue Kino-Komödienhit, den Genrefreunde nicht verpassen sollten!