„Einmal noch in die Schlacht/Ein letztes gutes Gefecht/Lebe und stirb heute Nacht/Lebe und stirb heute Nacht.“ Was im Film „The Grey: Unter Wölfen“ nur ein Gedicht war, wird im großen Finale der „Avengers“-Filmreihe zur Leinwandrealität. Ja, ein letztes Mal stürmen die Superhelden um Iron Man im epochalen, dreistündigen „Endgame“. Nach satten 22 Filmen des Marvel Cinematic Universe von „Iron Man“, „Der unglaubliche Hulk“„Thor“ bis hin zu „Guardians Of The Galaxy, „Black Panther“ oder jüngst „Captain Marvel“ kommt hier alles final zusammen, um der Reihe ein gebührendes Ende zu bereiten. Wir haben uns das Endspiel angesehen und verraten euch, ob sich die „Avengers“ gescheit verabschieden.

Darum geht’s:

Um das Ganze so spoiler-frei wie möglich zu halten, umreißen wir nur den Plot. Nie wurde über ein Fingerschnipsen mehr spekuliert und diskutiert, nie waren die Folgen verheerender. Nachdem Thanos die Hälfte des Universums auslöschte und damit auch die Reihen der Avengers zerschlug, versammeln sich die verbliebenen Helden, um ein letztes Mal in den Kampf zu ziehen … Das epische Finale steht unmittelbar bevor und verlangt den Superhelden alles ab, denn das Endspiel hat begonnen!

Das ist gut/Das ist schlecht:

Wie die meisten von euch ja mitbekommen und diskutiert haben, reist man in „Endgame“ durch die Zeit. Schließlich muss man ja irgendwie Thanos vernichtendes Fingerschnippen wieder zunichte machen, um die Welt zu retten. Das gefällt überaus gut, da so auch alle bekannten Figuren aus den vorherigen Filmen noch mal auftauchen und etliche altbekannte Schlüsselszenen eine Rolle spielen. Das verleiht dem großen Finale einen tollen Abschiedscharakter, jede Menge Emotionen und auch ein wenig Wehmut.

Das alles ist gespickt mit reichlich Spektakel, spannenden Wendungen und einigen Auflösungen drängender Fragen. Macht euch also auf einiges gefasst, denn in den monströsen drei Stunden Spielzeit bekommt ihr die geballte Ladung Avengers, die jeden Fan zufriedenstellen wird. Worauf ihr euch aber einstellen müsst, dass es weitaus weniger ausufernde Action geben wird als noch in „Infinity War“.

Zur Sache geht es allerdings durchweg wenn es um die Kämpfer der Infinity-Steine geht und natürlich im epischen Finale des Films, wo die Macher noch mal alles auffahren. Die Kombination aus Avengers-Historie, Weltrettung und Endkampf ist hier jedenfalls prächtig geglückt und lässt „Endgame“ die Luft, sich noch mal deutlich von „Infinity War“ abzusetzen. Übrigens braucht bei all der düsteren Thematik niemand auf eine wohldosierte Portion Humor verzichten, die dem Streifen die benötigte Lockerheit verschafft.

Fazit: Über zehn Jahre lang haben die 22 Filme das Marvel Cinematic Universe zu einer wahren filmischen Erfolgsstory gemacht. Die „Avengers“ genießen mittlerweile weltweiten Kultstatus und finden hier nun ihr großes Ende. Und was ist es für ein fantastischer Abgang geworden, mit der Superheldenarmee samt Iron Man, Thor, Hulk und Genossen. Der Streifen setzt dabei nicht nur auf ein Action-Gewitter, bei dem Luft mehr zum Atmen bleibt.

Nein, es ist eher ein großer Abschied mit Reisen in die Vergangenheit aller Filme. Ein Superhelden-Epos mit vielen Emotionen, lustigen, spannenden und mitreißenden Szenen. Aber auch die erbitterten Kämpfe um die Steine samt einem epochalen Endkampf überzeugen. Das alles macht „Avengers: Endgame“ zu einem wahren Superhelden-Blockbuster, der sich den Highlight-Stern verdient und Fans schlussendlich ein gebührendes Ende spendiert.