Es ist soweit, die nächste Videospielverfilmung startet mit ‘Assassin’s Creed’ in den Kinos. Zur Freude aller Fans des Ubisoft-Videospiel-Franchises machten die vorangegangenen Trailer einiges her. Es gab diverse spektakuläre „Leap of Faith“-Sprünge von hohen Türmen zu sehen, ebenso wie waghalsiges Free Running sowie Meuchelmörder-Charme. Alles, was man so aus den Games kennt und liebt. Mittendrin in der Welt der Assassinen und Templer steckt Superstar Michael Fassbender. Inszeniert wurde der martialische Actionstreifen von Regisseur Justin Kurzel (‘Macbeth’). Doch ob der Film auch über die komplette Spielzeit von 116 Minuten an die Leinwand bannen kann? Wir haben uns den Film angesehen und verraten euch, ob es sich bei ‘Assassin’s Creed’ um ein echtes Highlight zum Jahresende handelt!

Darum geht’s:

Der zum Tode verurteilte Mörder Callum Lynch gerät in die Fänge einer finsteren Templer-Organisation und wird in einem Forschungslabor auf Zeitreisen zurück in das Andalusien des 15. Jahrhunderts geschickt. Dafür verantwortlich ist der dubiose Generaldirektor Alan Rikkin, der mit einer revolutionären DNA-Erinnerungs-Technologie Lynch die Abenteuer seines Vorfahren Aguilar erleben lässt. Ziel der Organisation ist es, den „Apfel Edens“ zu finden, um damit die Willensfreiheit des Menschen zu steuern. Gut, dass Callum bei dem Versuch erkennt, dass er selbst von einem mysteriösen Geheimbund, den Assassinen, abstammt. Er sammelt unglaubliches Wissen und Fähigkeiten, um sich dem unterdrückenden und mächtigen Templerorden in der Gegenwart entgegenzustellen.

Das ist gut:

Lassen wir mal die Stolpersteine in der Zeitreisestory beiseite, gibt es hier vor allem für Fans der Videospielreihe ihre Unterhaltung. Richtig gut gefallen die zahlreichen Kampfszenen und die Free-Running-Action, die hier vom Stapel gelassen werden. Da bekommt man schon die erhoffte Dosis Dynamik geboten. Richtig toll sind auch die Passagen, wo es in der Zeit zurückgeht. Denn hier wurde atmosphärisch-düstere Mittelalterstimmung erschaffen. Da werden auch keine Gefangenen gemacht, wenn es teils recht brutal zur Sache geht. Aber gut, es handelt sich hier ja auch um Assassinen und andere Killer, die nicht zum Tee geladen haben. Gelungen sind zudem die spektakulären Effekte dieses 3D-Abenteuers. Ganz zu schweigen von der Besetzung der Hauptrolle mit Michael Fassbender, der ohne Frage den kompletten Film eine Qualitätsstufe nach oben befördert. Direkt dahinter kommt Jeremy Irons als skrupelloser Wissenschaftler.

Das ist schlecht:

Leider hat die Story einige Logiklöcher, die Zuschauer, die auf derlei Dinge achten, doch arg stören könnte. Was auch eher semi-gut gelungen ist: die Ausmalung der Charaktere. Die eine oder andere Figur hätte sich definitiv über mehr Charisma gefreut.

Fazit: Fans, die sich auf den Game-Protagonisten Desmond Miles gefreut haben, müssen sich in diesem Film mit Callum Lynch zufriedengeben. So wie es hier auch die eine oder andere Änderung in Bezug auf das Videospiel gab. Dennoch, insgesamt ist es eine funktionierende Videospiel-Verfilmung. Sie hat zwar hier und dort Ecken und Kanten, doch was will man hier am Ende sehen? Genau, Action, Free Running, waghalsige Sprünge und Assassinen-Spektakel. Das bekommt man, ebenso wie eine trolle Stimmung und einen herausragenden Michael Fassbender. Zwar wurde etwas Potenzial verschenkt, aber letztendlich werden sowohl Freunde der Spielreihe als auch Genrefans mit einem effektvollen, knallharten Abenteuer unterhalten.