Freunde des düsteren Scifi-Kinos und Fans der gigantischen Alien-Saga lecken sich schon nach dem neuen Kapitel des legendären Weltraumhorrors die Hände. Das lange Warten hat nun ein Ende, denn Ridley Scott ist mit einem neuen Kinoblockbuster zurück und will euch mit 'Alien: Covenant' so richtig aus dem Kinosessel blasen. Doch werden die Erwartungen erfüllt? Schließlich sind diese bei der riesigen Fangemeinde nach dem Ende des 'Alien'-Prequels 'Prometheus – Dunkle Zeichen' immens hoch. Wir haben uns in das Kolonieschiff „Covenant“ gesetzt und sind mit der Crew zu abgelegenen Planeten am anderen Ende der Galaxie geflogen. Was wir alles gesehen haben, außer todbringende Aliens, verraten wir euch in unserer Kinokritik.

Darum geht’s:

Natürlich geht es um die Astronauten-Crew der „Covenant“ und ihre Kolonial-Expedition zu fremden Sternen. Nach einer langen Reise entdecken sie einen Planeten, der wie ein unerforschtes Paradies wirkt. Es ist der Planet, auf der die alte Besatzung der „Prometheus“ ihr tragisches Ende fand. Überraschenderweise treffen sie auf David, den vermeintlich einzigen Überlebenden der gescheiterten Expedition. Allerdings ist keine Feierstimmung zu erwarten, denn es kommt, wie es kommen muss. Diese vermeidlich neue Welt ist ein düsterer und gefährlicher Ort. Dieser Himmelskörper ist eine Hochburg des Grauens und das bekommt die Crew recht schnell am eigenen Leib zu spüren.

Das ist gut:

'Alien: Covenant' ist das Prequel zu Ridley Scotts Horrorklassiker 'Alien' aus dem Jahr 1979 und das Sequel des Prequels 'Prometheus' (2012). Da wird einem ganz schwindelig, allerdings nicht, wenn man sich diesen 122-minütigen Streifen anschaut. Der sorgt für laute Begeisterungsstürme, da sich Scott auf alte Tugenden besonnen hat. Es gibt Weltraumhorror, so herrlich düster, so beklemmend und fesselnd wie zu besten Alien-Zeiten Ende der 70er und 80er. Mit aufwendigen Effekten, einer guten Portion Action sowie einem Übermaß an gut gesetzten Horrorszenen, die alles andere als unblutig vonstattengehen. Neben all dem Tamtam ist es aber ein sehr intensives Science-Fiction-Erlebnis mit äußerst agilen und hochaggressiven Aliens. Ein richtiger Kracher ist zudem diese finstere Atmosphäre, die an den ersten 'Alien' erinnert. Generell fühlt man sich in 'Alien: Covenant' oft an das Original erinnert, was durchweg positiv gemeint ist. Kein Vergleich zu 'Prometheus – Dunkle Zeichen', der vor allem stilistisch weit entfernt vom gewohnten 'Alien'-Style agierte. Der neue Streifen bewegt sich mit all seinen Xenomorphen und Aliens wieder im richtigen Horror-Fahrwasser. Das aber nicht plump, sondern mit Stil.

Das ist schlecht:

'Alien: Covenant' macht fast alles richtig. Aber auch nur fast, viele der Charaktere bleiben recht farblos und ihnen wird wenig Raum zur Entfaltung gegeben, was aber auch am Plot liegt. Einzig Michael Fassbender und Katherine Waterston bleiben hier außenvor, die in ihren Rollen vollends überzeugen.

Fazit: Hurra, es lebt und wie! Dieses Alien ist furchteinflößend, bissig und vor allem blutrünstig. 'Alien: Covenant' glänzt als Albtraum im Weltraum und düsteres Scifi-Abenteuer, das ganz auf Atmosphäre und Horror setzt. Regisseur Ridley Scott fokussiert sich auf die Machart wie zu seinen besten Alien-Zeiten. Die Spannung ist omnipräsent, die Action brutal, der Horror blutig und die Stimmung so finster und beklemmend. Die Stars sind hier ganz klar die Xenomorphe, die wieder ekelig aus der Menschenbrust krabbeln und natürlich die ausgewachsenen, furchbar aggressiven Alien-Biester. Das wollen Fans der Saga sehen und das bekommen sie mit der vollen Breitseite. Besonders lobenswert sind auch Michael Fassbender sowie Katherine Waterston als Hauptdarsteller eines sonst eher blassen Casts. Hier treffen schlussendlich bildgewaltig und sehr intensiv Science-Fiction-Thriller und explizierter Horror aufeinander. Ein Alien-Streifen, wie man ihn sich erhofft hat. Danke!